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Mark Owen The Art Of Doing Nothing

Universal

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Foto: Mark Owen - "The Art Of Doing Nothing"

Nichtstun will gelernt sein. Wenn man es dann noch zur Kunst erklärt … Mark Owen kokettiert damit, dass er sich bei der Arbeit an seinem vierten Album, dem ersten nach acht Jahren Solopause, erstmalig hat treiben lassen. Nichts überstürzen wollte er, die Songs sollten sich selbstständig entwickeln, die Seele baumeln bis zur nächsten Idee. Es ist nur: „The Art Of Doing Nothing“ tost über einen hinweg, als wäre das komplette Gegenteil der Fall gewesen, als wäre da jemand ambitioniert as hell vorgegangen. Mit der Brechstange am Mischpult.

Verglichen mit dem Leistungsvermögen von Gary Barlow und Robbie Williams, den Take-That-Genossen, aus deren Schatten Owen nie heraustreten konnte, wirkt seine Stimme – nun ja – bestenfalls unauffällig. Da hilft auch keine gewollte Theatralik oder gelegentlicher Falsettgesang. Und schon gar nichts bringt es, die Songs mit schrillen 80er- und 90er-Jahre-Sounds bis hin zur Schmerzgrenze vollzukleistern – bei gleichzeitigem Ignorieren von Wiedererkennungswert und Larger-than-life-Refrains vom Stamme „Everything Changes“.

Den absoluten Tiefpunkt erreicht Mark Owen mit „Heaven’s Falling“, eigentlich eine Kooperation mit dem Nachwuchsrapper Jake Emlyn, der sich allerdings auch nur auf Dorf-Disco-Niveau bewegt – mit einem Refrain, der einem die Ohren zuklebt, als wäre er (man wagt es kaum, niederzuschreiben) von Dieter Bohlen ausgedacht. Hilfe! Dagegen nimmt sich Gary Barlow wie ein Minimalist aus – und Robbie wie ein „Alternative Artist“, sogar auf dem mauen „Take The Crown“. Am ehesten geht Owens Konzept noch bei „The One“ auf, das zeitgemäßer als der Rest anrollt und dem Songpool von Calvin Harris entspringen könnte. Der lässige Britpop seines Debüt­albums „Green Man“ (1996) bleibt leider unerreicht – und Mark Owen nur die Pappkrone von Burger King.

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