Dave Mustaine kannte Yungblud nicht – dann gab er ihm diesen Rat
Metal-Ikone Dave Mustaine kannte Yungblud nicht, gab ihm aber einen entscheidenden Karriere-Rat. Was der Megadeth-Frontmann dem Grammy-Gewinner empfiehlt.
Megadeth-Legende Dave Mustaine nahm in einem Interview eine Mentorenrolle gegenüber dem aufstrebenden Yungblud ein – von dem er vor dem Gespräch noch nie etwas gehört hatte.
In einem Interview mit NME wurde der 64-Jährige von einem Journalisten gefragt, ob er mit Veröffentlichungen des Briten vertraut sei. Mustaine antwortete unverblümt und knapp „Nein“. Daraufhin wurde dem Metal-Veteranen erklärt, dass Ozzy Osbourne vor seinem Tod ein großer Fan von Yungblud war und der Musiker in den vergangenen Monaten mit Größen wie Aerosmith und den Smashing Pumpkins zusammenarbeitete, während er gleichzeitig als Retter der Rockmusik angepriesen wird.
Nachdem Mustaine einen Crash-Kurs in Sachen Yungblud erhalten hatte, hatte dieser direkt weise Worte für den 28-Jährigen parat: „Wenn man sagt, dass jemand mit allen zusammenarbeitet, bedeutet das für mich, dass er einen Punkt erreicht hat, an dem er entweder eine Pause einlegen oder etwas anderes finden muss [um sich von der Masse abzuheben]“. Als Grund für seine Einschätzung fügte Mustaine hinzu: „Denn man läuft Gefahr, dass der eigene Song wie der Song des letzten klingt [mit dem man zusammengearbeitet hat], der dann wiederum wie der Song der Person davor klingt.“
Dave Mustaine schlägt Zusammenarbeit mit anderen Künstler aus
Auf die naheliegende rhetorische Frage, ob es demnach in naher Zukunft keine Zusammenarbeit von ihm mit Yungblud geben werde, reagierte er mit einer Gegenfrage und einer im ersten Moment überraschenden Antwort: „Ob ich junge Bands oder Musiker kenne, mit denen ich zusammenarbeiten möchte? Wenn ich jetzt mit jemandem zusammenarbeiten würde, würde ich weiterhin mit Megadeth arbeiten.“
Diese Antwort kommt nicht von ungefähr, denn erst kürzlich beschloss Mustaine wegen seiner schwerwiegenden Arthritis, die ihm das Gitarre-Spielen schier unmöglich macht, in Absprache mit seinen drei Kollegen Megadeth an den Nagel zu hängen. Im Januar 2026 erfolgte ihr neues und letztes Album, das als Titel deren Bandnamen trägt, mit dem sie von Mitte Februar dieses Jahres bis in den Spätsommer auf eine weltweite Abschiedstournee gehen werden.
Megadeth auf Abschiedstour, Yungblud auf Erfolgskurs
Die insgesamt 56 geplanten Konzerte wird die Thrash-Metaller ein letztes Mal mit ihrer Musik nach Kanada, Peru, Kolumbien, Argentinien, Brasilien, Chile, Mexiko, Spanien, Deutschland, Polen, die Niederlande, Tschechien, Luxemburg, Italien, die Schweiz, Österreich, Belgien, Frankreich, die Türkei, Finnland, Kasachstan und die USA bringen. Die Termine in Deutschland finden nach einem Blick in den vollbepackten Tour-Kalender am 2. Juni 2026 in Hannover und am 7. Juni in Gelsenkirchen statt.
Yungblud hingegen scheint derzeit mit seinem musikalischen Gespür goldrichtig zu liegen. Am vergangenen 1. Februar erhielt er bei der 68. Verleihung des wichtigsten Musikpreises seinen ersten Grammy in der Kategorie Best Rock Performance für sein Cover „Changes“ während des Abschiedskonzerts von Black Sabbath Anfang Juli 2025.
Auch der Rocker hat für 2026 Tourpläne: Seine bevorstehende Nordamerika-Tournee war innerhalb einer Minute ausverkauft. Ob sich Dominic Richard, wie Yungblud mit bürgerlichem Namen heißt, den Rat des erfahrenen Musikers zu Herzen nehmen wird, wird sich im Verlauf seiner Karriere zeigen.