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AC/DC: Angus Young über den verrückten Fan mit dem Raketenwerfer


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In einem ausführlichen Interview sprach AC/DC-Gitarrist Angus Young über einige Eckpunkte, die ihn und seine Bandkollegen in der Vergangenheit prägten. Zum einen berichtete er von besonders gefährlichen Konzerten der Vergangenheit. An anderer Stelle sprach er offen über Hürden, und wie es AC/DC immer wieder gelang, diese zu überwinden.

Angus Young erinnerte sich im Gespräch mit dem US-amerikanischen Magazin „Paste“ vor allem an eine Show in der Konzerthalle „Tacoma Dome“ in Seattle, bei welchem das Publikum und letztendlich auch die gesamte Show kurzzeitig komplett außer Kontrolle geriet. Wie er berichtet, habe damals ein Fan mit einem Raketenwerfer gegen das Dach der Location geschossen, was daraufhin Feuer fing. „Ich konnte Rauch sehen, Rauch überall um mich herum, aber ich wusste nicht, was passiert. Ich dachte nur: Oh, haben wir die Nebelmaschine laufen?“ Als er sich umsah, habe er schließlich bemerkt, dass die Band nicht mehr auf der Bühne gewesen sei. Anschließend sei er von einem Crew-Mitglied in Sicherheit gebracht worden. Doch wer nun glaubt, dass das Konzert damit beendet war, irrt. „Sie haben es geschafft, das Feuer zu löschen, und dann sind wir wieder auf die Bühne gegangen und haben die Show beendet.“

Angst vor Todesfällen bei einer Show

Zudem verriet Angus Young, dass ihn einige Male sehr beängstigt habe, wie eng die Menschen im Publikum aneinander stehen. Dafür zu sorgen, dass sich die Fans nicht gegenseitig erdrücken, sei nicht immer leicht gewesen. Es ist eine berechtigte Sorge, denn bei einem AC/DC-Konzert im Jahr 1991 starben tatsächlich drei Teenager im Publikum.

Auch andere Hürden stellten AC/DC immer wieder auf die Probe. Beispielsweise auch der Tod ihres legendären Sängers Bon Scott im Jahr 1980. Auch als Malcolm Young, langjähriger Bandgitarrist und Bruder von Angus Young, 2017 an den Folgen einer Demenzerkrankung starb, musste sich AC/DC aus eigener Kraft neu orientieren.

Nachdem Bon Scott 1980 starb, hielten die verbliebenen Bandmitglieder weiterhin an ihrer Musik fest. Was noch im gleichen Jahr folgte, war das Album „Back in Black“ mit neuem Sänger Brian Johnson. Hierzu sagte Young: „Das war wahrscheinlich der schwierigste Moment für uns als Band – ob wir weitermachen oder aufhören, war zunächst unklar. Als Bon Scott starb – mit seinem eigenen einzigartigen Stil und Charakter, und wie er auftrat – wussten wir, dass wir niemanden so Einzigartiges mehr finden würden. Wir mussten also wirklich jemand anderen finden, von dem wir glaubten, dass er einen ganz anderen und ebenfalls einzigartigen Charakter hat, und wir hatten Glück, dass Brian das hatte.“

Zudem erzählte Angus Young, dass die verbliebenden Bandmitglieder nach der Beerdigung von Bon Scott mit seinen Eltern ein Gespräch führten, das entscheidend für ihren weiteren Weg gewesen sei. Insbesondere der Vater von Bon Scott habe sie ermutigt weiter zu machen und ihnen versichert, dass Scott es so gewollt hätte. „Das war gut für uns, denn es fühlte sich an, als hätten wir seinen Segen. Das hat uns durch diese Zeit gebracht und es ist jetzt ziemlich dasselbe. Wie bei Malcolm – obwohl er über ein paar Jahre sehr krank war, war er immer noch sehr klar und war immer einer, der sagte: ‚Du musst weitermachen. Du musst weiterspielen“, so Young.


Queen: Deshalb hielt Roger Taylor George Michael ungeeignet als Sänger für die Band

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