Highlight: Michael Stipes erstes Interview nach der Trennung von R.E.M.

Musiker bringen 30 Songs gegen Donald Trump heraus

Bisher war es eigentlich immer andersherum: Donald Trump nutzte ungefragt Songs von Musikern oder Bands wie Queen, R.E.M. und Neil Young. Dafür gab es einen wütenden Brief und umgehend ein Nutzungsverbot für den Republikaner. Nun gibt es in den nächsten 30 Tagen Songs gegen Donald Trump zu hören.

Eine Gruppe von Musikern hat sich zu einer Aktion entschlossen, die auf den letzten Metern des US-Wahlkampfs endgültig verhindern soll, dass der Milliardär Präsident wird. Dazu wollen Bands und Musiker wie Death Cab For Cutie, R.E.M., My Morning Jacket, Aimee Mann und viele andere bis zum Wahltag am 08. November jeden Tag ein neues Anti-Trump-Lied veröffentlichen.

Mit Songs gegen Donald Trump

Den Start machen Death Cab For Cutie mit „Million Dollar Loan“ (siehe unten), einem sehr eingängigen Pop-Track. Die Aktion wurde von David Eggers ins Leben gerufen. Alle Einnahmen kommen einer Organisation zur Unterstützung der Demokratie und einer Verbesserung des Wahlverfahrens zugute. Eggers hatte sich den ungewöhnlichen Eingriff in den US-Wahlkampf bei einem Auftritt Trumps in Sacramento überlegt, wie er dem „Guardian“ erzählte.

„Während das Publikum noch auf Trump wartete, war ich völlig überrascht, die Musik von Bruce Springsteen, Elton John und Queen zu hören“, so Eggers. „Keiner dieser Musiker unterstützt Trump – was wenig überraschend ist -, aber in diesem Moment wurde mir bewusst, dass diese Wahl möglicherweise von ein paar Protestsongs profitieren könnte.“

Death Cab For Cuties Stück, „Million Dollar Loan“, setzt sich vor allem damit auseinander, wie Trump sich seinen Weg an die Spitze der Republikaner mit Lügen erkauft hat. Dabei betonte der Milliardär immer wieder auf Wahlkampfveranstaltungen, dass er seinen Reichtum auf einer kleinen Geldspritze seines Vaters aufbaute.


Der melancholische (Alb-)Träumer: R.E.M.-Sänger Michael Stipe wird 60

Für einen Moment hatte es so ausgesehen, als wären R.E.M. für Michael Stipe nur eine biographische Randnotiz gewesen. Ein unerwartet erfolgreiches Projekt, das zu einem für alle Beteiligten friedvollen Ende gebracht wurde. Doch nun sollte die eigentliche künstlerische Karriere folgen. Kein Interview, in dem der Sänger nicht über die Vorzüge des Lebens danach philosophierte. Natürlich verzog sich Stipe erst einmal aus der Öffentlichkeit. Er legte sich einen Bart zu und einen Piercing, wie Eremiten das manchmal machen. Dann flog er zwischen seinen Wahlheimaten, darunter auch Berlin, hin und her, zeichnete, malte und fotografierte. Inzwischen werden seine Bilder, die ja auch…
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