Ana de Armas: Die nahezu perfekte Verkörperung von Norma Jean UND Marilyn Monroe


von

Biopics sind gefragt in diesen Zeiten. Kaum ein Monat vergeht, wo nicht einem hüftschwingenden Popstar (Elvis), einem scharzen Ausnahme-Sportler (Jesse Owens) oder einer tragischen Windsor-Gattin (Lady Di) filmisch gehuldigt wird.

Nun kommt auch US-Filmikone Marilyn Monroe an die Reihe, die bekanntlich im August 1962 an einer Überdosis Schlafmittel zu Tode kam.

Ihre Rolle und die der bürgerlichen Vorexistenz Norma Jean hat die Kubanerin Ana de Armas übernommen, die sich in einem Interview mit der irischen Hollywood-Journalistin Patricia Danaher (das auch der „Berliner Kurier“ übernahm) geäußert hat; etwa über ihren spanischen Akzent und zu Metamorphosen in „Blonde“.

Zur Premiere von „Blonde“ auf den Fimfestspielen in Venedig gab es jedenfalls Standing Ovations, länger als zehn Minuten. Beim Hollywood-Auftakt waren es handgestoppte acht Minuten.

Die 34-jährige Actrice lassen die Debatten über „unnötig explizite Sexszenen“; die dem Streifen ein „ab 18“-Siegel bescherte, eher gähnen. Nach ihrer Einschätzung hätte selbst die echte Marilyn zu dieser Interpretation ihren Segen aus dem VIP-Himmel gegeben.

„Sie war beim Dreh mit dabei, daran glaube ich fest“ wird Ana de Armas zitiert, angesichts des Wechselspiels zwischen der jungen (noch brünetten) Norma Jean und der späteren „wasserstoffblonden Sexbombe“, so hieß das damals, mit dem Künstlernamen Monroe.

„Marilyn war jede Nacht in meinen Träumen und ich habe gespürt, wenn sie happy mit dem Inhalt war. Sie wusste, mit welchem Respekt und mit welchem Verantwortungsbewusstsein wir ihre Story erzählt haben“, so de Armas. Für sie waren die beiden grundverschiedenen Lebensabschnitte geprägt von „zwei Personas einer einzigen Person (…) Sie brauchten einander, haben sich ausbalanciert. Ich habe beim Filmen das Leben von Norma Jean und Marilyn voll und ganz gelebt. Mit allen Auswirkungen.“

Über ein Jahr hat de Armas mit einem Akzent-Coach gearbeitet, um dem echten Midwestern-Jive der Jane/Monroe nahe zu kommen. „Eine echte Tortur, mein Gehirn hat am Ende echt geraucht!“

Ihre Metamorphose zu einer anderer Ikone der 1950er beschreibt sie so: „Als ich das erste Mal als Marilyn aus der Garderobe kam, haben alle am Set geweint. Es war sehr emotional!“

Sie selbst ist mit gerade mal 18 Jahren aus dem kommunistischen Kuba in die USA gezogen, um sich den Traum von Hollywood zu verwirklichen. „Ich, das Mädchen aus einem kleinen Strandörtchen in den Suburbs von Havanna …“