BBC will 25 Jahre altes Prinzessin-Diana-Interview untersuchen


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Es war ein Interview, das in die Geschichte einging. Vor 25 Jahren sprach Prinzessin Diana mit dem Fernsehsender BBC über ihre Erfahrungen im Königshaus – und sie ließ kaum ein gutes Haar daran. Ihre Aussagen schockierten das ganze Land. Doch schon lange wurde vermutet, dass ein Journalist die Prinzessin damals erpresste und sie so zu dem Interview zwingen konnte. Die BBC will dem nun nachgehen.

Mehr als 20 Millionen Menschen sahen zu, als Diana vor laufender Kamera das britische Königshaus kritisierte. Über ihre gescheiterte Ehe mit Prinz Charles sagte sie damals: „Wir waren zu dritt in dieser Ehe“ und zielte damit indirekt auf Camilla Parker-Bowles ab, die heutige Frau ihres Ex-Mannes. Diana berichtete auch von dem Druck, dem sie als Prinzessin ausgesetzt war und den damit einhergehenden psychischen sowie gesundheitlichen Problemen. Eine royale Welt mit einem offenbar sehr düsteren Schatten. Davon handelt auch die Netflix-Erfolgsserie „The Crown“, deren nun anlaufende vierte Staffel „Lady Di“ in den Mittelpunkt stellt.

Jetzt sieht sich der Sender gezwungen, die Umstände des Interviews zu rekonstruieren und zu überprüfen, ob es dem damals noch unbekannten Journalisten Martin Bashir nur mittels gefälschter Dokumente gelang, die Prinzessin für ein Interview zu gewinnen. Die unabhängige Untersuchung soll dabei von einem pensionierten Richter des Obersten Gerichtshofs geleitet werden.

Die Vorwürfe gehen auf Dianas Bruder Charles Spencer zurück. Er wirft Martin Bashir vor, ihm damals gefälschte Kontoauszüge vorgelegt zu haben, die angeblich belegen sollten, dass zwei Hofangestellte bezahlt wurden, um Prinzessin Diana auszuspionieren. Spencer habe daraufhin seine Schwester zu dem Interview überredet.

BBC-Chef Tim Davie will sich nun entschlossen zeigen, die Wahrheit herauszufinden, denn im Raum steht auch die Frage, ob der Sender damals davon wusste – und Bashir deckte. Er selbst äußerte sich bislang nicht zu den Vorwürfen. Wie BBC berichtet, kämpfe der Journalist aktuell gegen eine Corona-Infektion.


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