Highlight: Die 36 klügsten Zitate von Bob Dylan

Handy-Hasser Bob Dylan: „Wollt Ihr, dass wir spielen oder posieren?“

Es ist eine eindeutige Bitte an sein Publikum: „Bitte keine Foto- oder Videoaufnahmen während der Show!“ Bob Dylan hat schon seit einigen Jahren eine strikte Anti-Foto-Politik bei seinen Konzerten eingeführt. Dass sich daran trotzdem nicht alle halten werden, dürfte ihm selbst aber auch klar sein. Schließlich freut sich jeder, einen Schnappschuss mit einer lebenden Legende zu machen.

Doch als am Dienstagabend (16. April) im Wiener Konzerthaus bei Dylans erster Zugabe die Zuschauer nach vorne eilten und sich in den Gängen postierten, um Fotos und Videos der Folk-Legende zu machen, platzte dem 78-Jährigen der Kragen. Bob Dylan unterbrach seinen Jahrhundert-Song „Blowin‘ In The Wind“ nach der ersten Strophe, um die Menschen im Saal zu ermahnen.

Bob Dylan wäre nach Foto-Wutanfall fast gestolpert

„Macht Fotos oder macht keine Fotos“, giftete der Literaturnobelpreisträger ins Mikrofon. „Wollt Ihr, dass wir spielen oder posieren?“

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Der Eklat war perfekt! Danach trat Dylan zurück und stolperte dabei über einen Bühnenmonitor halb auf den Boden, konnte sich im letzten Moment aber auffangen. Die fiktive Schlagzeile „Bob Dylan bricht sich ein Bein, weil er Zuschauer ermahnen musste“ am nächsten Morgen wäre wohl noch etwas peinlicher gewesen.

Anschließend ging er zu seiner Band und schien provokativ zu posieren, bevor er nach einem abgespeckten „It Takes A lot To Laugh, It Takes A Train To Cry“ beleidigt die Bühne verließ. Die Band spielte dann noch eine Instrumental-Version von „Just Like Tom Thumb’s Blues“.

Ob Bob Dylan in Zukunft wie Jack White zu radikaleren Methoden greift, Smartphones zum Beispiel vor der Show in eine Spezialhülle sperren zu lassen, ist nicht zu erwarten. Dass der bedeutendste Songwriter des 20. Jahrhunderts aber wegen solcher Lappalien bald gar nicht mehr auftreten wollen könnte, wäre schon eine Katastrophe. Das ist kein verwackeltes Smartphonebild der Welt wert.

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Die schönste Record-Store-Day-Überraschung kam von Bob Dylan

Natürlich fangen die ersten Grantler schon an, am Record Store Day herumzumäkeln. Alles inzwischen nur eine kalkulierte Werbeaktion der großen Labels. Keine echte Überraschung mehr im Angebot. Limitierte Scheiben nur wenige Minuten nach dem Kauf auf eBay. Egal wie berechtigt die Sorgen auch sein mögen, wie sehr dieser Tag inzwischen zum Event geworden ist. Es zählt doch immer noch, für einen Tag der (frei verkäuflichen, nicht gestreamten) Musik ihre Bedeutung zurückzugeben, die sie leider im Alltag der meisten Menschen nicht mehr hat. Das dachte sich auch Bob Dylan und sendete eine handsignierte Kopie eines Albums von „Time Out Of Mind“…
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