Brian May fand Queen bei Live Aid lediglich „ganz okay“


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Spätestens seit dem mit mehreren Oscars ausgezeichneten Biopic „Bohemian Rhapsody“ wissen selbst Menschen, die bisher von Queen nur „We Are The Champions“ kannten, dass für Freddie Mercury und Co. der 13. Juli 1985 einer der wichtigsten Tage in ihrer Karriere war.

Queen traten neben vielen anderen beim Benefiz-Spektakel „Live Aid“ im Londonger Wembley-Stadion an und spielten sich in den ihnen zur Verfügung gestellten 22 Minuten in einen wahren Rausch. Im Film wird die Energieleistung fast 1:1 wiedergegeben und als Rückbesinnung der eigenen Stärke nach schwierigen Jahren gefeiert, die fast zum Bruch der Formation geführt hätten.


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Wie Brian May nun in einem Interview bestätigte, empfanden Queen ihren Gig zunächst völlig anders, als es später die begeisterten Reaktionen von Kollegen und Fans vermuten lassen würden. So sagte der Gitarrist mit (Rück-)Blick auf die Filmaufnahmen im Gespräch bei „TalkRADIO“: „Es war so seltsam, all das für den Film noch einmal zu erleben. Sie haben das so unglaublich originalgetreu nachgestellt, am Set bekam ich eine Gänsehaut; es brachte mir alles zurück.“

Gwilym Lee (Brian May), Ben Hardy (Roger Taylor), Rami Malek (Freddie Mercury) und Joe Mazzello (John Deacon)
Gwilym Lee (Brian May), Ben Hardy (Roger Taylor), Rami Malek (Freddie Mercury) und Joe Mazzello (John Deacon) in der Filmversion von Queens „Live Aid“-Konzert

May deutete an, dass seine Gefühle nach dem „Live Aid“-Auftritt völlig andere waren. „Zu diesem Zeitpunkt war uns nicht bewusst, was für eine epochale Sache es wirklich war“, so der 73-Jährige. „Wir dachten damals: ‚Nun, das war doch ganz okay‘. Aber wir wussten nicht, dass es einen so spektakulären Eindruck in der Übertragung gemacht hatte … Es hat sich einfach festgesetzt, nicht wahr?“

Brian May über die Live-Qualitäten von Queen-Sänger Freddie Mercury

Für May ist aber auch klar, dass Freddie Mercury deinen großen Anteil an diesem Eindruck großer Stärke auf der Bühne hatte. „Wenn man mit anderen Menschen auf einer Bühne arbeitet, muss man musikalisch interagieren können, aber es ist auch eine Form der Chemie notwendig, um es lebendig werden zu lassen, und ein Bewusstsein, zu wissen, wo man sich befindet und wie die Energie richtig eingesetzt werden muss“, erläuterte er. „Freddie konnte das eindrucksvoll, und wir haben uns von Anfang an gut verstanden.“

Twentieth Century Fox

Fakten-Check: Alle peinlichen Fehler im Queen-Film „Bohemian Rhapsody“

„Bohemian Rhapsody“ ist als Biopic über Queen und Freddie Mercury zu einem Triumph geworden, es gab zahlreiche Filmpreise, darunter auch Oscars und das Box-Office-Ergebnis schlägt alles, was es in diesem Genre bisher gab. Dennoch fällt auf, dass es im Film etliche falsche zeitliche Zuordnungen sowie simple, ärgerliche Fehler gibt. Die US-Kollegen des ROLLING STONE listen alles auf, was falsch ist - wir ergänzen um wichtige Aspekte. 1. Die Bandgründung verlief nicht so einfach wie gezeigt In „Bohemian Rhapsody“ gerät Freddie Mercury 1970 zufällig in ein Konzert der Band Smile von Brian May and Roger Taylor. Gleich nach der Show läuft…
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