Spezial-Abo

Freiwillige Filmkontrolle


„Clubs sind Kultur“ – Bundestag hat entschieden


von

Am 7. Mai 2021 hat der Deutsche Bundestag beschlossen, dass die Baunutzungsverordnung von der Bundesregierung so angepasst werden soll, dass Clubs und Livespielstätten mit nachweisbarem kulturellem Bezug nicht mehr als Vergnügungsstätten, sondern als Anlagen für kulturelle Zwecke definiert werden. Eine wichtige Entscheidung für den Schutz und die Weiterentwicklung der clubkulturellen Vielfalt in ganz Deutschland und eine Club-historische Begebenheit.

Für die Clubs im Einsatz

Dass der Bundestag mehrheitlich die Regierung dazu aufforderte, die Baunutzungsverordnung zugunsten von Clubs und Livespielstätten zu überarbeiten, ist der jahrelangen Arbeit der LiveKomm, dem Bundesverband der Musikspielstätten, zu verdanken. Vor allem ist es jedoch der Verdienst des Parlamentarischen Forums Clubkultur und Nachtleben. Das Forum wurde von Abgeordneten aller demokratischer Fraktionen des Bundestags im Februar 2020 ins Leben gerufen, um den Fortbestand der Clubkultur zu sichern und sie politisch zu unterstützen.

Clubszene wird in die Stadtentwicklung integriert

Der Beschluss wird hoffentlich einen erheblichen Teil dazu beitragen, dass die Clubszene größere öffentliche Aufmerksamkeit innerhalb einer nachhaltigen Stadtentwicklung erhält. Dafür muss Clubkultur als wertige, schützenswerte und förderfähige Kultur angesehen werden.

Clubsareculture.de

Clubs nicht mehr mit Bordellen und Spielhallen gleichgesetzt

Da im Plenum positiv für den Antrag abgestimmt wurde, werden Musikclubs mit Fokus auf Künstler*innen, Nachwuchs und Programmkuratierung künftig baurechtlich nicht mehr mit Spielhallen, Wettbüros, Sex-Kinos und Bordellen als Vergnügungsstätten eingestuft. Stattdessen werden sie als gleichwertig mit Theatern, Opern, Museen und Konzerthäusern als Anlagen kultureller Zwecke angesehen.

Die Belange von Clubkultur und Musikclubs fanden bis dato im Baurecht in der Bundespolitik selten umfassend eine Berücksichtigung. Und das, obwohl sie sich in den vergangenen Jahrzehnten zu einem wichtigen Bestandteil der kulturellen Vielfalt in Deutschland entwickelt haben.

Mehr Informationen finden sich unter anderem auf clubsareculture.de, clubcommission.de und rettetdieclubs.com.

+++ Dieser Artikel erschien zuerst auf musikexpress.de +++ 


Fünf Songs von BRKN, die man kennen muss

Vor kurzem zeigte der Berliner Singer/Songwriter BRKN bei Streaming-Konzertreihe #SEATsounds (bei den Kollegen von musikexpress.de) einmal mehr, wie abwechslungsreich er seine Musik auf der Bühne (egal ob mit oder Live-Publikum) umzusetzen vermag. Drei Alben – „Einzelzimmervilla“, „Kauft meine Liebe“ und „Drama“ — sowie drei EPs hat der Musiker, der mit bürgerlichem Namen Andaç Berkan Akbiyik heißt, bislang veröffentlicht. Einer breiten Masse bekannt geworden ist er als Feature-Gast von Herbert Grönemeyer. Grund genug, einen Blick auf fünf Songs des Multitalents zu werfen, die man definitiv kennen sollte. „Ein Zimmer“ (2011, auf „Einzimmervilla“) Zu einer starken Piano-Hook träumt der Protagonist in „Ein…
Weiterlesen
Zur Startseite