Weltkatzentag: Die 20 berühmtesten Katzen der Popmusik (und die wichtigsten Pussy-Songs)

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Weltkatzentag: Die 20 berühmtesten Katzen der Popmusik (und die wichtigsten Pussy-Songs)

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„Zweierlei eignet sich als Zuflucht vor den Widrigkeiten des Lebens: Musik und Katzen.“
Albert Schweitzer

Zum Weltkatzentag am 8. August hat ROLLING-STONE-Autorin Ina Simone Mautz bei Leckerlis und warmer Milch die 20 berühmtesten Katzen in der Popmusik versammelt. Welche von ihnen durfte auf Morrisseys Kopf thronen? Wie kam es, dass Paul McCartney und John Lennon beide einen Kater namens „Jesus“ hatten? Und wie fand Sufjan Stevens den Namen für sein Label „Asthmatic Kitty“?

01. Salt & Pepper – John Lennon

Der erste Stubentiger trat bereits während Lennons Kindheit in sein Leben. Da der kleine John und seine Mutter Julia große Fans von Elvis Presley waren, wurde das Tier „Elvis“ genannt. Elvis wurde mit der Zeit immer voluminöser – man hätte dies als Prophezeiung deuten können (schließlich verehrten bereits die Ägypter die Katze als weises Geschöpf). Der wahre Grund zeigte sich allerdings nach etwa zwei Monaten beim Blick in den Kleiderschrank: Elvis hatte Nachwuchs bekommen. Möglicherweise sorgte dieser frühe Irrtum bei der Geschlechtsbestimmung dafür, dass Lennon für spätere Samtpfoten gerne geschlechtsneutrale Namen wählte: u.a. adoptierte er das Pärchen Major und Minor (Dur und Moll). Gemeinsam mit Gattin Yoko Ono nahm Lennon ein schwarz-weißes Duo auf. Seinem ausgeprägten Sinn für Humor entsprechend, nannte er die schwarze Katze „Salt“ und die weiße Katze „Pepper“. Über die Jahre gab Lennon mindestens 20 Katzen ein Zuhause und zeichnete sie auch gerne – einige der Illustrationen fanden in seinen Büchern Verwendung.

02. Delilah – Freddie Mercury

Der Queen-Frontmann hatte bereits sein 1985 erschienenes Soloalbum „Mr. Bad Guy“ seinen Katzen und „all the cat lovers across the universe – screw everybody else“ gewidmet, bevor er 1991 seiner weiß-schwarz-roten Lieblingskatze Delilah den gleichnamigen Song auf „Innuendo“ verehrte. Darin sang er: „You make me so very happy/ When you cuddle up and go to sleep beside me/ And then you make me slightly mad/ When you pee all over my Chippendale suite!“ Brian Mays Red-Special-Gitarre imitierte dazu ein originalgetreues Miauen. Zeitgleich mit Delilah zog ein kleiner schwarzer Kater bei Mercury ein. Weil nahezu jeder erwartete, dass er ihn Samson nennen würde, gab er dem schmächtigen Katerchen augenzwinkernd den mächtigen Namen Goliath.

Zeitweise residierten in Mercurys „Garden Lodge“-Anwesen in Kensington zehn Katzen (diese Fanseite versammelt die meisten), darunter: Birma-Katze Tiffany (ein Geschenk seiner engen Freundin Mary Austin, die in den frühen Siebzigern, vor Mercurys Coming Out, mehrere Jahre lang die Frau an seiner Seite war, und die das Anwesen und die Katzen auch nach seinem Tod übernahm), der weiß-getigerte Romeo, der rote Kater Oscar (der auch auf dem letzten bekannten Foto von Mercury zu sehen ist), die graue Dorothy, der dunkel gescheckte Miko (Mercury gab ihm einen japanischen Namen, da er kurz vorher mit Queen von einer Japan-Tournee zurückgekehrt war) und die schneeweiße Lily. Wenn er auf Tour war, telefonierte er regelmäßig mit seinen Katzen. Im Video zu „These Are The Days Of Our Lives“, Mercurys letztem mit Queen, gedreht am 30. Mai 1991, also ein halbes Jahr vor seinem Tod, trug er eine Weste, auf der all seine Katzen verewigt waren – handgemalt auf Seide, eine Kreation seines guten Freundes Donald McKenzie. Auf Fanclub-Veranstaltungen referiert Mercurys langjähriger Assistent Peter „Phoebe“ Freestone noch immer (unter anderem) über die geliebten Katzen des Queen-Sängers, allen voran Delilah.

Videomitschnitt von einem dieser Katzenvorträge:

Delilah:

03. „Asthmatic Kitty“ Sara – Sufjan Stevens

Sufjan Stevens’ Stiefvater Lowell Brams nahm 1994 eine umherstreunende Katze auf und nannte sie „Sara“. Die rot-weiße Katzendame hatte Asthma, dessen Symptome allerdings nahezu verschwanden, als Brams im Jahr 2000 nach New Mexico und zwei Jahre später ins klimatisch ähnlich günstige (dünne, trockene Luft) Wyoming zog. Als Brams und Stevens 1999 einen Namen für ihr gemeinsames Label suchten, erinnerte Brams sich an den Tierarzt, der kurz zuvor Sara als „asthmatic kitty“ bezeichnet hatte. Er strich den Namen zwar zunächst wieder von der Liste potentieller Label-Namen, weil er das Projekt nicht mit einer Krankheit in Verbindung bringen wollte, aber da hatte sich der Name schon längt bei Sohn Sufjan eingeprägt. Auf dessen 2001 erschienenem Album „Enjoy Your Rabbit“ ist das 24-sekündige Instrumental „Year Of The Asthmatic Cat“ zu finden, an dessen Schluss eine Frauenstimme auf Kantonesisch (wird hauptsächlich in Südchina gesprochen) sagt: „Die Katze bekommt keine Luft. Sie braucht Milch.“ Als Sara im Dezember 2008 mit 15 oder 16 Jahren starb (bei ehemaligen Streunern ist das so eine Sache mit der Altersangabe), schrieb Brams einen bewegenden Nachruf auf der Website des Labels.

04. (Lucifer) Sam – Syd Barrett

Während der Aufnahmesessions für das Pink-Floyd-Debüt „The Piper At The Gates Of Dawn“ (1967) hieß das von Syd Barrett geschriebene und gesungene Stück „Lucifer Sam“ noch „Percy The Rat Catcher“ – der Text wurde dann aber noch kurzfristig umgeändert. Es gibt Spekulationen, dass, obwohl Barrett einen Siamkater namens Sam besaß, der auch als Inspiration diente („Lucifer Sam/ Siam cat/ Always sitting by your side“), mit „Lucifer Sam“ gleichzeitig ein Mann gemeint war, der möglicherweise eine Affäre mit Barretts damaliger Freundin Jenny Spires (im Songtext: „Jennifer Gentle, you’re a witch!“) hatte. Pink Floyd spielten den Song nur im Erscheinungsjahr live – zumeist als Zugabe. Gecovert wurde „Lucifer Sam“ u.a. von The Lightning Seeds (1995, als B-Seite von „Sense“), von den Flaming Lips (während ihrer Tour 1996) und zuletzt 2011, während der Pink-Floyd-Woche von US-Talker Jimmy Fallon, von MGMT (Special Guest: Bradford Cox von Deerhunter). Barrett hatte zudem zwei Katzen namens „Pink“ und „Floyd“ – ihre Namen waren, wie auch der Bandname, eine Hommage an die Bluessänger Pink Anderson und Floyd Council.
MGMT bei Jimmy Fallon:

05. Telemachus – Carole King

Das ultimative Albumcover mit Katze? Natürlich: Carole Kings „Tapestry“. Die Fotosession für ihr 1971 erschienenes zweites (und bis heute erfolgreichstes) Album fand in ihrem Wohnzimmer in Laurel Canyon statt. Hinter der Kamera war Jim McCrary, der für A&M Records über 300 Plattencover fotografierte. Es war zunächst nicht geplant, den getigerten Telemachus (benannt nach der Figur aus der griechischen Mythologie – der Sohn von Odysseus und Penelope ist ein zentraler Protagonist in Homers Epos „Odyssee“) in das Bild zu integrieren, aber als McCrary ihn sah, erinnerte er sich an diese Kodak-Studie, die herausfand, dass Katzen gleich nach Kindern das beliebteste Motiv waren. Warum also nicht das Albumcover noch etwas zielgruppengerechter gestalten? Er fragte, ob er das Kissen mit der schlummernden Katze vorsichtig holen dürfe, und King war einverstanden. Nach dem Klicken der Kamera hüpfte Telemachus verschlafen von seinem Kissen herunter. Aber da war das legendäre Albumcover schon im Kasten.

06. Kitty Purry & Monkey – Katy Perry

Kitty Purry, Katy Perrys getigerte Katze (mit ein paar weißen Flecken) hatte einen Auftritt im „I Kissed A Girl“-Video, inspirierte Perrys Parfüm „Purr“ und ein großer Katzenkopf gehörte zur Bühnendekoration der „Hallo Katy“-Tour. Kitty Purrys Haifischkörbchen, ihr Frauchen twitterte ein Foto davon, sorgte auf ähnlich extravagante Weise für Aufsehen. Etwas unscheinbarer: Das „Hello Kitty“-Tattoo der Sängerin auf der Seite ihres rechten Mittelfingers. Perrys zweite Katze, Monkey, hält sich dezent im Hintergrund. Aber auch er wird standesgemäßg verwöhnt – wie dieses Foto seines Geburtstagstisches aus dem Jahr 2013 belegt.

Zu seinem 3. Geburtstag (was ungefähr 21 Menschenjahren, also der amerikanischen Volljährigkeit entspricht) bekam er u.a. reichlich Katzengras geschenkt. Logisch.

07. Jesus, Mary & Joseph – Paul McCartney

Dass John Lennon, als ironische Antwort auf die „The Beatles are bigger than Jesus“-Kontroverse im Jahr 1966, eine seiner zahllosen Katzen „Jesus“ nannte, verwundert Kenner seines Humors kaum. (Lennon hatte damals in einem Interview mit dem „London Evening Standard“ gesagt, dass das Christentum sich im Niedergang befände und die Beatles nun größer als Jesus Christus seien – was in den USA, insbesondere in den Südstaaten, für erboste Reaktionen sorgte, inklusive Verbannung aus einigen Radiosendern und öffentlicher Verbrennung von Beatles-Alben.) Umso überraschender, dass zur gleichen Zeit auch Paul McCartney einen felinen Heiland besaß. Neben Jesus komplettierten Mary und Joseph sein Samtpfoten-Trio. Mit dem Leiber/Stoller-Song „Three Cool Cats“, den die Beatles im Rahmen ihrer Probeaufnahmen für Decca Records am Neujahrstag 1962 einspielten (dass Decca sie ablehnte, zählt zu den größten Fehlentscheidungen der Musikgeschichte), George Harrison an den Vocals und Pete Best am Schlagzeug, waren allerdings keine Stubentiger gemeint. Ein schottischer Fotograf lud die Beatles 1964 zu einer Session, in der er die Fab Four kostümierte. Während John Lennon als Ali Baba posierte und Ringo Starr zu einem Grizzly wurde, saß Paul McCartney im Katzenkostüm auf allen Vieren vor einem leergefutterten Napf. „Robin Hood“ Geoge Harrison trägt den Katzenschwanz seines Bandkollegen in der rechten Hand. Ein schelmisches Grinsen ist zu erahnen.

08. Bob, der Streuner

In Folge 89 von Bob Dylans „Theme Time Radio Hour“, Erstsendung am 28. Januar 2009, widmete er sich dem Thema „Katzen“. Mit dabei: „Leave My Kitten Alone“ von Little Willie John, „Sell The Pussy“ von The Mighty Sparrow und „Stray Cat Blues“ von den Rolling Stones. Dylans eigene Diskografie bietet auch den einen oder anderen Katzensong, etwa „Cat’s In The Well“, das letzte Stück auf „Under The Red Sky“ (1990) – inspiriert von dem Kinderreim „Ding Dong Bell (Pussy’s In The Well)“. Im Café „Fat Black Pussycat“ in Greenwich Village schrieb er „Blowin’ In The Wind“ und Chan Marshall alias Cat Power widmete Dylan ihren hinreißenden „Song To Bobby“.

„Song To Bobby“ von Cat Power:

09. Mr. Big – Cher

Cher hatte ihren geliebten Kater Mr. Big während ihrer „Believe“-Tour, die im Jahr 1999 startete, gefunden. Das Kätzchen kauerte in Detroit hilflos unter einem ihrer 15 Tour-Trucks und wurde sofort von Cher adoptiert – zu diesem Zeitpunkt passte Mr. Big noch in ihre Hand. Er wurde stolze 15 Jahre alt. In Chers Backkatalog findet sich immerhin ein Song, in dem eine Katze vorkommt: „Dark Lady“, 1974 eine Nummer 1 in den USA, beginnt mit den Worten: „The fortune queen of New Orleans/ Was brushing her cat in her black limousine.“

10. Theo, Vincent, Agnes & Wednesday Adams – Ryan Adams

Es ist kein Geheimnis, dass Ryan Adams ein großer Katzenfreund ist. Auf Twitter und Instagram teilt er gerne Fotos und Neuigkeiten von seinen beiden Norwegischen Waldkatern Theo & Vincent und der zierlichen schwarzen Katzendame Agnes, er war im Dezember 2016 in „Lil BUB’s Big SHOW“ zu Gast (Auf die Frage, ob er kastriert sei, antwortete er: „Emotionally…yes.“), hat Shirts mit Katzenmotiv in seinem Merch-Sortiment und eines seiner aktuellen Tourposter bezirzt mit einer violetten Monsterkatze.

Adams’ rührendste Katzenstory ist allerdings diese hier: An einem Mittwoch im Juli 2015, während einer Tour durch Neuseeland, entdeckte er im Park und historischen Friedhof „Symonds Street Cemetary“ in Grafton, Auckland, ein hilflos unherstreunendes schwarzes Kätzchen mit weiße Pfötchen und weißer Brust. Adams und seine Crew versorgten das Tier mit Futter, lokale Tierschützer wurden via Twitter alarmiert.

Tierschützerin Tanya antwortete: „I don’t know who Ryan Adams is, but anyone who answers the call of a lost and lonely creature is good in my books.“ Nach zwei Tagen konnte das Kätzchen von der Organisation „Lonely Miaow“ eingefangen werden, die sich anschließend über eine großzügige Spende von Adams freuen durfte. Nach einem kurzen Check beim Tierarzt wurde #cemetarycat (der Twitter-Hashtag war sogar „trending“) in eine Pflegefamilie aufgenommen und kurz darauf von einer warmherzigen Tarotkartenlegerin adoptiert. Das Tier bekam den Namen „Wednesday Adams“.
Ryan Adams zu Gast in „Lil BUB’s Big SHOW“:

11. Fanny – Morrissey

Auch wenn Morrissey mitunter etwas seltsame Ansichten vertritt – sein Engagement für den Tierschutz ist vorbildlich. Für eine Kampagne der Tierrechtsorganistion PETA posierte er samt Katze auf dem Kopf zu dem Slogan „Homeless animals on your mind?“, mit der auf die Notwendigkeit von Kastration/Sterilisation hingewiesen werden sollte. Es handelte sich um Fanny, die reizende Bengalkatze (Kreuzung zwischen asiatischer Leopardenkatze und Hauskatze) des Fotografen und langjährigen Morrissey-Buddys Jake Walters. Das Bild erschien ursprünglich 2010 auf dem Cover von „Guardian Weekend“ und wurde erst später von PETA verwendet. Ein Foto mit Fanny zu machen, war Morrisseys Idee gewesen. Er ist großer Katzenfreund und wegen seiner überdurchschnittlich häufigen Fotos mit Samtpfötchen gibt es sogar einen diese dokumentierenden Tumblr-Blog. Während Morrissey einer seiner eigenen Katzen den lässigen Namen „Dude“ gab, taufte der britische Comedian Russell Brand seinen schwarz-weißen Stubentiger „Morrissey“ . Was das Original dazu sagte, ist nicht bekannt.

12. Graham – Ed Sheeran

Was auch immer man von Ed Sheerans Musik oder seinem Statistenauftritt in der neuen „Game Of Thrones“-Staffel halten mag – er ist zweifelsohne ein großer Katzenfreund. Anfang 2014 rettete er das damals gerade einmal einen Monat alte getigerte Katerchen Graham, für den er selbstverständlich direkt einen Twitter-Account einrichtete (70.000 Follower) und von dem er auch sehr gerne Fotos bei Instagraham (Original-Ed-Sheeran-Wortspiel) postet. Eine Katze spielte schon 2012 eine tragende Rolle in Sheerans Video zu „Drunk“, zudem gab er ein kostenloses Konzert für die felinen Bediensteten eines Katzencafés in Tokio.

Meow

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Katzencafé-Konzert in Tokio:

13. Catman – Peter Criss

Der 1945 in Brooklyn geborene Schlagzeuger Peter Criss war Gründungsmitglied der amerikanischen Hardrock-Band Kiss (Gene Simmons war durch eine 1972 in der September-Ausgabe des „Rolling Stone“ erschienenen Annonce auf ihn aufmerksam geworden), stellte von Anfang an den „Catman“ dar und trat bei Kiss nie ohne seine Katzenschminke auf. Im Mai 1980 verließ er die Band, deren größter Hit aus seiner Feder die Ballade „Beth“ war. Er kehrte im Rahmen der Originalbesetzungs-Reunion 1996 noch einmal für vier Jahre zur Band zurück, ein weiteres Mal für die Kiss-Welttournee im Jahr 2003. Der Name seiner eigenen Band war in jeglicher Hinsicht naheliegend: Criss. Sein fünftes Soloalbum hieß „Cat #1“, auf dem Albumcover trug nur eine Hälfte seines Gesichtes die charakteristische Kiss-Katzenschminke.

14. Snacks – Bethany Cosentino

Snacks, der Maine-Coon-Kater von Bethany Cosentino, zierte 2010 – in eine kalifornische Strandszene hineinmontiert – das Albumcover von „Crazy For You“, dem Debüt von Best Coast, der Surfpop-Band seines Frauchens (im Videoclip zum Titeltrack treten Katzen sogar als Regisseure auf). Ebenso, dieses Mal gezeichnet, spielte er eine prominente Rolle im Album-Artwork der einen Monat zuvor erschienenen dritten Wavves-Platte „King Of The Beach“ (Snacks natürlich in der Rolle des Strandkönigs). Nathan Williams, der Kopf hinter Wavves, passt auch gerne auf den roten Kater auf, wenn Cosentino mit ihrer Band auf Tour ist. Weil die Katzenmutter, wenn sie von Snacks getrennt ist, sich besonders um sein Wohlergehen sorgt, haben Freunde einen Twitter-Account für den Kater eingerichtet, auf dem Cosentino sich regelmäßig vergewissern kann, dass ihr Stubentiger wohlauf ist.

Katzen bezeichnete Costino in einem Interview mit „The Guardian“ als ihre größte Inspiration und gab „Entertainment Weekly“ ein ausführliches Interview zu ihrem berühmten Kater, sie unterstützt zudem PETA und wirbt dafür, Tieren aus dem Tierheim ein Zuhause zu geben.
Cosentinos Werbevideo für PETA:

15. Cairo – Macklemore

Cairo, die verwöhnte getigerte Katze (frisst nur edelstes Lamm- Hühner- und Putenfleisch) von US-Rapper Macklemore, hat knapp 77.000 Instagram-Abonnenten und als Kitten angeblich die einst kriselnde Ehe mit Gattin Tricia gekittet (Was auch sonst?). Als Macklemore, passionierter Fan des NFL-Teams Seahawks, versehentlich statt eines Kostüms für Tochter Sloane ein Haustier-Kostüm der Football-Mannschaft kaufte, wurde Cairo kurzerhand als Maskottchen verkleidet. Die Rolle als Cheerleaderin gefiel ihr nicht sonderlich – sie wurde kurzzeitig zur Grumpy Cat.
Macklemore und Cairo:

Happy Sunday with my pops @macklemore

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16. Orphee – Jamie Reynolds

Der nach dem 1949 erschienenen Film von Jean Cocteau benannte Kater des Klaxons-Sängers und -Bassisten Jamie Reynolds ist die Weltraumkatze im Coverartwork von „Surfing The Void“ (2010). Der Ruhm blieb nicht ohne Folgen: Orphee beanspruchte danach, wie Reynolds in einem Interview verriet, noch mehr Platz im Bett als ohnehin schon. Auch Wilco („Star Wars“, 2015), We Are Scientists („With Love And Squalor“, 2005), Smog („Knock Knock“, 1999), Blink 182 („Cheshire Cat“, 1995), Jimmy Smith („The Cat“, 1964), Gil Heron-Scott and Brian Jackson („Secrets“, 1964), Pale Saints („Comforts Of Madness“, 1990) und die Jerry Garcia Band („Cats Under The Stars“, 1978) hatten Samtpfötchen auf dem Cover. Die amerikanische New-Wave-Band Devo veranstaltete zur Veröffentlichung von „Something For Everyone“ (2010), ihrem damals ersten Studioalbum seit zwei Jahrzehnten, eine Listening-Party für 20 Katzen (zumindest taten sie so, als ob), inklusive eines Katzenmöbels in Form des berühmten Devo-„Energy dome“-Hutes. Die Stubentiger zeigten sich weitgehend unbeeindruckt.

Devo-Cat-Listening-Party:

17. Meredith & Olivia – Taylor Swift

Auf den Transportkörbchen der beiden Scottish-Fold-Katzen steht „Doctor Meredith Grey“ (benannt nach der leitenden Oberärztin aus „Grey’s Anatomy“) und „Detective Olivia Benson“ (hier stand die Serienfigur aus „Law & Order“ Pate). Die cremefarbene Olivia war am Schluss von Swifts Werbespot für „Diet Coke“, der sich natürlich um ihr Katzenfaible dreht, zu sehen und knabbert gerne Frauchens Awards an, während die ältere Meredith sich lieber auf ihre Social-Media-Präsenzen konzentriert. Ihr Instagram-Account hat 17.000 Follower, ihr Twitter-Profil fast 11.000.  Biografie: „Happy. Furry. Confused. Hungry. At the same time.“

Diet-Coke-Katzen-Werbespot mit Taylor Swift:

Taylor und Meredith:

18. Garfield – „Weird Al“ Yankovic

Zugegeben: „Weird Al“ Yankovics „Lasagna“, eine Parodie auf Los Lobos’ „La Bamba“, wurde zwar nicht offiziell dem von Jim Davis erfundenen wohlgenährten Kater Garfield gewidmet, aber das war auch gar nicht nötig – der Zusammenhang ist schließlich unverkennbar! Unter Garfields eigenem Namen wurde 1995 die Eurodance-Single „Cool Cat“ veröffentlicht, gesungen von der 1971 im britischen Hoxton geborenen Rachel Wallace, deren Umtriebigkeit hingegen in deutlichem Kontrast zu dem faulen orangefarbenen Kater steht. Wallace hatte bereits 1992 einen kleinen Hit mit der House-Nummer „Tell Me Why“, arbeitete als Marketingmanagerin im Britischen Landwirtschaftsministerium, eröffnete einen Klamottenladen in München, zog dann doch ins sonnige Miami und schnell wieder zurück nach England, wo es immerhin des öfteren „cats and dogs“ regnete. Bis heute leiht sie verschiedenen Dance-Projekten ihre Stimme und singt Backing Vocals für die Stereo MCs, mit deren Sänger Rob Birch sie verheiratet. Sein Markenzeichen: eine dicke, orangefarbene Mütze. Garantiert Verwandtschaft von Garfield.

„Lasagna“:

„Cool Cat“:

19. Tom (und Jerry) – Udo Jürgens

Die Titelmelodie zur deutschen TV-Fassung der amerikanischen Katz-und-Maus-Zeichentrickserie „Tom und Jerry“ hat Udo Jürgens gesungen („Vielen Dank für die Blumen“). Weitere deutschsprachige Lieder mit Katzen-Kontext: „Musical Cats“ von Tom Liwa, „Die Katze“ von Annett Louisan, „Bilder mit Katze“ von Frittenbude (vom Album „Katzengold“, 2010), „Klagegesang einer Katze“ von Die Kassierer, Heinz Rudolf Kunzes „Der Entschluss“, das in der Zeile „Komm’ bitte nie mehr nach Haus’/ Die Katze und ich/ Wir wollen heiraten“ kulminiert, Fredrik Vahles „Katzentatzentanz“ für die Kleinsten und natürlich, unvergessen: das von Loriots Zeichentrick-Hund Wum dargebotene Banjo-Kleinod „Ich wünsch’ mir ‘ne kleine Miezekatze“.

Wum:

Vorspann „Tom und Jerry“:

20. Honky Cat – Elton John

Ob Elton John Katzen hat, ist nicht bekannt, wohl aber, dass er „Honky Cat“ seinerzeit (1972) live gerne im Katzenkostüm performte. Idealer Eröffnungssong für eine Katzenplaylist, auf der natürlich auch „Cool For Cats“ von Squeeze aus dem Jahr 1979 nicht fehlen darf, das Klaus Lage ein Jahr später unter dem wenig subtilen Titel „Ich liebe Katzen“ aufnahm und das zudem vor etwa 25 Jahren die musikalische Vorlage für den Werbesong eines bekannten Snack-Herstellers lieferte („Kaum steh’ ich hier und singe…“).

Ebenfalls qualifiziert für die Katzen-Playlist: Peggy Lee – „The Siamese Cat Song“, The Aristocats – „Everybody Wants To Be A Cat“, Al Stewart – „Year Of The Cat“, Harry Chapin – „Cat’s In The Cradle“, The Cure – „The Love Cats“, Loudon Wainwright III – „Me And My Friend The Cat“, Ted Nugent – „Cat Scratch Fever“, Elvis Costello – „Pads, Paws And Claws“, Hot Chip – „Alley Cats“, Charlotte Gainsburg – „Le Chat Du Café Des Artistes“, Petula Clark – „The Cat In The Window (The Bird In The Sky)“, Laury Nyro – „Tom Cat Goodbye“, Queen – „Cool Cat“, Showaddywaddy – „Cool Cool Cat“, Gordon Lightfoot – „Pussywillows, Cat-tails“, Tears For Fears – „Schrodinger’s Cat“, Muddy Waters – „Cross-Eyed Cat“, Cyndi Lauper – „Like A Cat“, R.E.M. – „Star Me Kitten“, Catatonia – „Lost Cat“, Bob Seger – „Cat“, Spin Doctors – „Cleopatra’s Cat“, Ry Cooder – „Cat And Mouse“, The Kinks – „Phenomenal Cat“, The Sugarcubes – „Cat“, The Rolling Stones – „Look What The Cat Dragged In“, David Bowie – „Cat People (Putting Out Fire)“, Pete Seeger – „Bought Me A Cat“, Janet Jackson – „Black Cat“, Blonde Redhead – „Cat On Tin Roof“, Tom Jones – „What’s New, Pussycat?“, P.J. Harvey – „Cat On The Wall“, Flesh For Lulu – „Laundromat Kat“, The Pogues – „Wild Cats Of Kilkenny“, The Lovin’ Spoonful – „Nashville Cats“, Beyoncé – „Kitty Kat“, Herb Alpert – „Cat Man Do“, Donald Fagen – „Morph The Cat“, Hank Williams Jr. & Ray Charles – „Two Old Cats Like Us“, Jackson Browne – „I’m The Cat“, King Crimson – „Cat Food“.

Elton John – „Honky Cat“:

Squeeze – „Cool For Cats“:

Bonus 1: Jellybean – Andy Dunlop

Noch bis zum 11. August 2017 kann man auf eine Ölpastell-Zeichnung bieten, die Travis-Gitarrist Andy Dunlop von seiner Katze Jellybean angefertigt hat. Der Erlös der Aktion „Draw For Animals“ kommt der „Act For Wildlife“-Kampagne des Zoos Chester zugute.

Bonus 2: Top-5-Katzenvideos

1. Holy Fuck – „Red Lights“:

2. Fatboy Slim – „The Joker“:

3. Orbital – „Wonky“:

4. Björk – „Triumph Of A Heart“:

5. sElf – „Runaway“:

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