Diese Playlist besteht nur aus Künstlern, die Trump aus den USA verbannt hat


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Nachdem der seit wenigen Tagen amtierende US-Präsident Donald Trump einen Einreise-Stopp für Staatsbürger sieben verschiedener Länder verhängte, zeigen sich nicht nur Bürger auf der ganzen Welt, sondern auch viele Prominente inner- und außerhalb der USA schockiert. Das vom Präsidenten im Alleingang entworfene Dekret untersagt ab sofort Menschen aus Iran, Lybien, Somalia, Sudan, Syrien sowie dem Jemen und dem Irak die Einreise nach Amerika sowie die Ausstellung eines Visums an Personen dieser Herkunftsländer.

 Der britische Produzent und Musiker Four Tet hat nun eine Playlist erstellt, welche ausschließlich Musik von Künstlern aus ebendiesen Ländern enthält, um sich gegen die Diskriminierung bestimmter Ethnien und Wurzeln zu positionieren. Kieran Hebden, der hinter dem Pseudonym Four Tet steckt, kam selbst zwar in Großbritannien zur Welt, seine Mutter hingegen hat indische Wurzeln und wurde in Südafrika geboren.

Keine Kollaborationen mehr?

Die Spotify-Playlist besteht inzwischen aus über 300 Songs, darunter Musik von Kourosh Yaghmaei, der als einer der ersten iranischen Rockmusiker gilt, sowie Titel des bekannten syrischen Sängers Omar Souleyman, mit welchem Four Tet vor einigen Jahren gemeinsam an dessen Album „Wenu Wenu“ gearbeitet hatte. Die Idee zur Playlist entstand, als Hebden sich an die Platte erinnerte, an der die beiden Musiker vor einigen Jahren gemeinsam in Brooklyn gearbeitet hatten – und dabei mit Bedauern und Verärgerung feststellen musste, dass Kollaborationen dieser Art aufgrund des verhängten Einreisestopps momentan nicht mehr möglich wären.

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Azealia Banks vs. Rihanna

Auch andere Stars machten ihrem Unmut bezüglich Trumps Dekret Luft: Rihanna konstatierte, Amerika werde gerade „direkt vor unseren Augen zerstört“, während Sängerin Lorde dazu aufrief, trotz der „Hass und Angst verbreitenden Regierung“ informiert und empört zu bleiben. Eine ganz andere Richtung schlug hingegen Rapperin Azealia Banks ein, die sich auf Twitter ordentlich mit Rihanna zoffte, indem sie schrieb: „Man kann nicht einfach in einem fremden Land auftauchen, Kinder und Frauen töten und Heimat zerstören und dann denken, das alles ließe sich mit einem friedlichen Gespräch lösen – denn so ist es nicht. Es gibt absolut keine Lösung, diesen Krieg zu beenden, wenn wir ihn nicht selbst beenden.“