Highlight: Frauenfußball-WM 2019: Wer ist eigentlich Wanda?

Fußball-Jahresrückblick: Werden wir je wieder Weltmeister?

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Falls jemand an dieser Stelle des Hefts gerade etwas in Eile ist und daher nicht den gesamten Text ­lesen möchte: Ja.

Alle anderen sind herzlich eingeladen, jetzt einfach weiterzulesen. Ist die Nationalelf also noch zu retten? Sagen wir so: Die deutsche Nationalelf ist nach einem komplett versemmelten WM-­Turnier genauso viel oder genauso wenig zu retten wie ein Sänger nach einem schlechten Album, ein Politiker nach einer schlechten Rede oder ein Kolumnist nach einer schlechten Kolumne. Ein Problem bei der Wertung der aus deutscher Sicht niederschmetternden WM in Russland ist die Gesamtwahrnehmung des Desasters. Ja, es war furchtbar! Und gleichzeitig: Ja, es war aber auch erstmalig furchtbar. Und möglicherweise sogar einmalig. Das Turnier war kein Highlight eines endlosen Absturzes, sondern in der Gesamtbilanz bislang ein Ausrutscher nach unten. Legt man nicht die Ergebnisse dieses Jahres zugrunde, sondern den gesamten Arbeits­nachweis von Jogi Löw als Bundestrainer, dann kommt man auf eine Gesamtbilanz, von der England, Spanien oder Italien träumen. Im Falle von England sind es seit 1966 Albträume.

In diesem Sommer habe ich über die Wahrnehmung der deutschen Nationalelf einiges gelernt.

Erstens: Es gibt auch Fußball-Wutbürger. Die Lust an der Empörung ist inzwischen an vielen Stellen auf eine sehr unappetitliche Weise an die Oberfläche geschwappt. Häufig verbunden mit einem komplett empathiefreien Appetit auf rollende Köpfe.

Zweitens: Es geht bei Diskussionen um Trainer oder sonstige Verantwortliche nur sekundär um den gezeigten Fußball. Primär geht es um nichts als Resultate. Also quasi um Ziffern. Bei der WM in Russland waren nach dem Sieg gegen Schweden erst einmal alle glücklich und wären vor dem Fernsehgerät komplett beseelt durch dieses Turnier geschwebt, hätte Deutschland auch die weiteren Spiele genau so gewonnen, nämlich irgendwie.



Was macht eigentlich Buzz aus „Kevin allein zu Haus“?

„Ist es wahr, dass französische Mädchen sich nicht die Beine rasieren?“ Der von Devin Ratray gespielte Buzz ist in „Kevin allein zu Haus“ der garstige Teenager-Bruder von Kevin (Macaulay Culkin) und macht vor allem mit dummen Sprüchen von sich reden („Der kleine Scheißer wird ein paar Tage Realität schon verkraften“). Viele fragen sich: Was wurde aus Buzz-Darsteller Ratray in den letzten Jahren? Klar, er spielte in „Kevin allein in New York“ (1992) mit. Vor den Kevin-Filmen reüssierte er eher in kleinen Produktionen wie „Hoggy, Oskar und der tote Briefkasten“, besuchte auch eine Film-Hochschule. Doch nach seinem großen Kevin-Auftritt (für sein…
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