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„Ganz großer Mist“: Neil Young entschuldigt sich für ärgerliche Ticket-Panne

Es soll ein echtes Sommerhighlight für Musikfans werden: Am 12. Juli werden Bob Dylan und Neil Young im Londoner Hyde Park erwartet, doch die Veranstalter waren offenbar etwas zu vorschnell beim Verkauf der Tickets: Wie Neil Young nun auf seiner Webseite „Neil Young Archives“ erklärte, habe er noch gar nicht sein finales Go für die Show gegeben, als das Konzert offiziell angekündigt wurde.

„Ich arbeitete noch am Artwork für das Poster und habe mich darum gekümmert, dass alle Details bei dem Gig für mich in Ordnung gingen. Da hat plötzlich jemand voreilig gehandelt. Die Tickets gingen in den Verkauf und die Ankündigung ging raus, ohne dass ich etwas davon wusste.“ Für den Musiker scheint nicht nur das ein echtes Ärgernis: Auch die Tatsache, dass die Abonnenten seines Musikarchivs nicht wie versprochen vorrangiges Anrecht auf Tickets bekamen, wurme Neil Young.

Darüber hinaus kritisiert Young, dass das Event von dem britischen Finanzunternehmen Barclays präsentiert wird. Dies ist bekannt dafür, noch immer in die Nutzung fossiler Brennstoffe zu investieren. „Im Leben geht es um mehr als nur Geld. […] Ich stelle mich gegen Barclays … und nicht auf ihre Bühne. Nicht unter ihren Namen.“ Seinem Song „This Note’s For You“ bleibt Neil Young auch weiterhin treu:

 

„I ain’t singing for Pepsi

Don’t sing for Coke

I won’t sing for nobody

Makes me look like a joke.“

Eine Möglichkeit, dass der Gig trotzdem mit Neil Young stattfindet: Das Festival könnte sich als entgegenkommendes Angebot von seinem Sponsor trennen. Eine Entscheidung darüber, ob der Musiker tatsächlich im kommenden Jahr im Hyde Park auftritt, soll schon bald fallen.


Kritik: Tears for Fears live in Berlin: Lass alles raus!

„Zuletzt“, sagt Roland Orzabal, „waren wir vor 30 Jahren hier. Da stand noch die Mauer!“ Sein Bassist Curt Smith ergänzt: „Und jetzt will Trump in Amerika eine neue bauen.“ Worauf Orzabal eine leichte Abwandlung des Klassikers von Dinah Washington anschlägt: „What a Diff'rence a Wall Makes!“. Ja, sie machen aus Politik Pop. Manche sagen auch, Tears for Fears stünden unter Zugzwang: Jeder weiß, dass die Zwei sich nicht wirklich verstehen, aber alle erwarten ein Album, das erste seit 2004, vor allem, weil sie neuerdings wieder touren. Andere freuen sich zumindest über die Spielereien auf der Bühne. Orzabal, wie er, anstatt…
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