Warum Harry Styles wirklich im Vatikan war

Harry Styles erklärt, warum er bei der Papstwahl im Vatikan war, spricht über sein neues Album und die Single „Aperture“.

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Im vergangenen Mai vereinten sich Popfans und Papstfans im kollektiven Spiel „Wo ist Harry Styles?“, als der Sänger vor dem Petersdom gesichtet wurde, um die Wahl von Papst Leo XIV. mitzuerleben. Jetzt, mit einem neuen Album in der Promotionphase, erklärt Styles erstmals, warum er tatsächlich dort war.

Wie er in einem neuen Interview mit BBC Radio 1 am Freitag erzählte, war der Grund denkbar banal: ein Friseurbesuch in Italien.

„Ich war gerade beim Haareschneiden in Rom, als ich plötzlich hörte, wie überall Leute riefen: ‚Habemus papam, habemus papam‘, und Menschen die Straße hinunterrannten.“

Ein spontaner Spaziergang zum Petersdom

Der Friseur habe mitten im Schneiden aufgehört und gesagt: „Habemus papam. Es gibt einen neuen Papst.“ Danach sei Styles aufgefallen, dass er nur etwa fünf Minuten entfernt sei, also sei er einfach hingegangen. „Es war verrückt“, sagte er. Warum er dabei eine Mütze mit der Aufschrift „Techno is my boyfriend“ trug – und warum überhaupt eine Mütze nach dem Haareschneiden –, ließ er offen. Aber es gab schließlich einen neuen Papst.

Der Albumtitel und das berühmte Komma

Im selben Interview sprach Styles auch über den Titel seines kommenden vierten Studioalbums „Kiss All the Time. Disco, Occasionally“, wie The Independent berichtet. Er scherzte, dass er das Album beinahe „Drink Water All the Time, but You Have to Pee Occasionally“ genannt hätte.

In einem weiteren Interview am Freitag, diesmal mit John Mayer, beharrte Styles pedantisch auf der korrekten Zeichensetzung des tatsächlichen Titels. „Es ist ein sehr wichtiges Komma“, sagte er. Er sprach die Wörter „Disco“ und „Occasionally“ mit einer deutlichen Pause dazwischen aus und bekräftigte: „Ich finde, das Komma ist richtig.“

Mehr Offenheit im Entstehungsprozess

Styles erzählte Mayer außerdem, dass er sich für das am 6. März erscheinende Album mehr Feedback eingeholt habe als je zuvor. „Bei allen anderen Platten war ich immer sehr vorsichtig damit, wer sie hören darf. Niemand hört sie, bis sie fertig sind“, sagte er. Diese Haltung habe dazu geführt, dass sich die Musik wie ein Produkt angefühlt habe – das wollte er ändern.

Songs testen, bevor sie fertig sind

Um etwas Neues auszuprobieren, spielte er Freunden Demoversionen vor und bat um Meinungen. Er stellte fest, dass er es mochte, die Songs sowohl laut als auch über Kopfhörer zu hören. „Ich hoffe, dass die Leute das Album auf unterschiedliche Arten testen und merken, wie sich ihr Hörerlebnis verändert“, sagte er.

Warum „Aperture“ die erste Single wurde

Aus diesem Prozess ergab sich eine klare Erkenntnis: „Aperture“, das am Donnerstagabend erschien, war für Styles die perfekte erste Single. Der Song eröffnet das Album, war aber der letzte, den er im vergangenen Sommer aufnahm. „Das war der Moment, in dem wir uns am freiesten gefühlt haben“, erklärte er. Es sei der erste Song gewesen, den er anderen vorgespielt habe, um zu zeigen, wie die neue Musik klingt – deshalb sei er als Vorabveröffentlichung naheliegend gewesen.

Residenzen rund um den Globus

Apropos Welt: Styles wird sich im Laufe des Jahres in zahlreichen Städten niederlassen und Konzertresidenzen von São Paulo bis Sydney spielen. Die meiste Zeit verbringt er in New York City, wo er 30 Shows innerhalb von 66 Tagen im Madison Square Garden spielt. Genug Zeit also für mindestens ein paar weitere Haarschnitte.