Keith Richards schwelgt in Erinnerungen an Chuck Berry – und dessen Fausthieb gegen ihn


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Wenn die eine Musik-Legende der anderen die letzte Ehre erweist: In der aktuellen Ausgabe des US-Rolling Stone gedenkt Keith Richards dem kürzlich verstorbenen Chuck Berry – auch, wenn zwischen den beiden Gitarristen nicht immer eitel Sonnenschein herrschte. So berichtet der Brite, er habe sogar schon einmal einen Faustschlag von Berry kassiert:

Starker Haken

„Wir waren bei einer seiner Shows irgendwo in New York, ich war anschließend Backstage in seiner Umkleide und da lag seine Gitarre in ihrem Koffer. Ich wollte sie mir – natürlich aus rein beruflichen Gründen – näher ansehen, und während ich so an den Saiten rumzupfte, kam Chuck rein und hat mir diesen starken Haken direkt auf mein linkes Auge geknallt.“

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„Voll okay, den umzuhauen“

„Aber ich habe eingesehen, dass ich im Unrecht war. Wenn ich in meine Umkleide laufen und dabei jemanden sehen würde, wie er auf meiner Gitarre rumklimpert, dann wäre das vollkommen okay, denjenigen umzuhauen. Ich wurde eben einfach erwischt.“

„Berrys größter Hit“

Noch Jahre später kann Richards über die kleine Auseinandersetzung schmunzeln, die er in der Vergangenheit gern als „Berrys größten Hit“ bezeichnete. Neben all den Späßen trägt der Gitarrist der Rolling Stones allerdings auch jede Menge Respekt im Herzen:

„Rock & Roll in seiner reinsten Form“

„Chuck ist unser aller Großvater. Auch, wenn du ein Rock-Gitarrist bist, der ihn nicht zu seinen wichtigsten Einflüssen zählen würde, dann würde dein wichtigster Einfluss wahrscheinlich von ihm beeinflusst sein. Er ist Rock & Roll in seiner reinsten Form.“

Obwohl der Tod Chuck Berrys „nicht wahnsinnig unerwartet“ für ihn eintrat, war er für Richards trotzdem „ein Schlag in die Magengrube“. Berry starb am 18. März im Alter von 90 Jahren.


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