Kollegah und Farid Bang kündigen Besuch in Gedenkstätte Auschwitz an


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Kollegah und Farid Bang werden am 03. Juni 2018 die KZ-Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau besuchen. „Wir nehmen die Einladung an“, bestätigte Farid Bang der „Bild“.

„Heute laden wir Kollegah und Farid Bang ein, sich ehrlich zu machen und die Gedenkstätte zu besuchen“, hatte der Exekutiv-Vizepräsident des Internationalen Auschwitz-Komitees, Christoph Heubner, zuvor am Dienstag in Berlin erklärt. Die Einladung erfolgte nach dem Antisemitismus-Eklat rund um den Musikpreis Echo. Die Rapper kamen der Einladung nun also nach.

Christoph Heubner freut sich über die Zusage: „Das ist ein Signal an ihre vielen Fans.“ Der Besuch soll am 3. Juni stattfinden. Ab diesem Termin „ist eine Gruppe deutscher und polnischer Jugendlicher in der Jugendbegegnungsstätte Oswiecim und der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau“, sagte Heubner.

Echo-Skandal um Kollegah und Farid Bang

Kollegah und Farid Bang

Gleichzeitig wird Kollegah und Farid Bang angeboten, die Jugendlichen vor Ort zu unterstützen, auch bei der Erhaltung des Geländes. „Kollegah und Farid Bang können gerne mit den Jugendlichen arbeiten und sich auch so der Geschichte und der Wirklichkeit von Auschwitz stellen.“

Für ihre als homophob, frauenverachtend und antisemitisch kritisierten Texte („Mein Körper definierter als von Auschwitz-Insassen“) wurden Kollegah und Farid Bang scharf verurteilt. Als die beiden Rapper beim Echo nicht nur einen Preis gewannen, sondern auch live auftraten, war für viele andere Künstler das Faß zum Überlaufen gebracht: Westernhagen, Daniel Barenboim und Klaus Voormann gaben ihre Echos zurück. Der Skandal weitete sich aus, am Ende wurde gar der Musikpreis Echo an sich abgeschafft.

AXEL SCHMIDT AFP/Getty Images