Michael Stipe sagt es ein allerletztes Mal: Es wird keine R.E.M.-Reunion geben!


von

Ein Comeback von R.E.M. wird nur eine Wunschfantasie bleiben. Das stellte Sänger Michael Stipe, ohnehin inzwischen auf (zarten) Solopfaden unterwegs, nun einmal mehr und unmissverständlich in einem Interview klar.

„Wir werden uns niemals wiedervereinigen“, so der Sänger gegenüber dem Radiosender „WNYC“ in der Sendung „All Of It“. „Als wir uns trennten, haben wir beschlossen, dass das einfach nur geschmacklos und wahrscheinlich auch geldgierig wäre, auch wenn das für viele Bands der Anstoß sein könnte, wieder zusammenzukommen.“

Michael Stipe: „Wir haben das nicht nötig“

Harte Worte eines Musikers, der sich womöglich niemals so richtig als Musiker und seine Band vielmehr als ein Kollektiv von gleichgesinnten Freunden und eigenwilligen, aber doch bodenständigen Künstlern verstand.

Stipe weiter: „Wir haben das nicht nötig, und ich bin wirklich froh, dass wir nur das Vermächtnis unserer 32-jährigen Arbeit haben.“

Am 21. September 2011 hatten R.E.M. über ihre Website mitgeteilt, dass sie in Zukunft nicht mehr als Band weitermachen werden. „To our Fans and Friends: As R.E.M., and as lifelong friends and co-conspirators, we have decided to call it a day as a band. We walk away with a great sense of gratitude, of finality, and of astonishment at all we have accomplished”, hieß es damals.


Mehr zu R.E.M.


Mit „Collapse Into Now“ war in dem Jahr das 15. Studioalbum von R.E.M. erschienen, zum Teil wurde es in Berlin aufgenommen. Im Anschluss blieb es erst einmal ruhig um die Gruppe aus Athens. Gemeinsam pflegen die Musiker aber ihr Gesamtwerk. Im Jubiläumstakt erscheinen die Platten der Band chronologisch noch einmal in neu remasterten Special-Editions. Im Oktober ist „New Adventures In Hi-Fi“ an der Reihe.

Michael Stipe ist indes mit einer Cover-Version von „Sunday Morning“ auf einer neuen Tribute-Collection zu Ehren von Velvet Underground zu hören. Dabei hätte doch auch „Femme Fatale“ auf der Hand gelegen, das R.E.M. in den Anfängen ihrer Karriere oft live gespielt haben. Zu hören auf der Raritäten-Kompilation „Dead Letter Office“.