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Nach Fan-Protest: Lorde überlegt, ihre Israel-Show abzusagen


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Lorde hat via Twitter ihre Anhängerschaft informiert, dass sie erwägt, einen Gig in Israel abzusagen. Zuvor hatte die Sängerin kurz nach der Ankündigung der Show heftige Gegenstimmen von ihren Fans erhalten, wie „NME“ berichtet.

Die 21-Jährige schrieb in dem sozialen Netzwerk, dass sie einen offenen Brief erhalten habe. In dem wäre sie aufgefordert worden, das Konzert in Tel Aviv im kommenden Juni sofort zu streichen. Hintergrund ist der seit Monaten schwelende Künstlerprotest gegen das Land, der von zahlreichen Musikern wie Roger Waters und Thurston Moore unterstützt und von palästinensischen Aktivisten mit organisiert wird.

Lorde kommuniziert mit ihren Fans

Wie das britische Musikmagazin weiter meldet, sind die beiden Neuseeländerinnen Justine Sachs und Nadia Abu-Shanab die Urheber des Aufrufs. Eine von beiden sei jüdisch, die andere palästinensischer Abstammung. Lorde wurde in Neuseeland geboren.

Die Musikerin antwortete schließlich auf Twitter: „Notiert! Ich habe mit vielen Leuten darüber gesprochen und alle Optionen in Betracht gezogen. Danke, dass ihr mich aufgeklärt habt, ich lerne auch die ganze Zeit.“

https://twitter.com/lorde/status/943677206558994432?ref_src=twsrc%5Etfw&ref_url=http%3A%2F%2Fwww.nme.com%2Fnews%2Fmusic%2Florde-considers-cancelling-israel-show-fan-backlash-2182206

Ein Konzert in Israel sei ein falsches Signal, schrieben die beiden Fans in ihrem Brief. „Das Auftreten in Tel Aviv wird als Unterstützung für die Politik der israelischen Regierung verstanden, auch dann, wenn man die politische Situation dort nicht kommentiert. Solch ein Effekt kann nicht durch die beste Absicht und die beste Musik rückgängig gemacht werden.“

Israel-Boykott spaltet Musikwelt

Der künstlerische Boykott Israels spaltet seit langer Zeit die Musikwelt in zwei Lager. Während manche Bands sich – wie Radiohead oder Nick Cave & The Bad Seeds – nicht daran gebunden fühlten und trotz zahlreicher Proteste in Tel Aviv spielten, strichen mehrere Musiker, wie z.B. Elvis Costello im Jahr 2010, ihre angekündigten Gigs.

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