Nach tödlichem Set-Unfall: Alec Baldwin als Schauspieler zurück


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Noch laufen die Ermittlungen zu dem aus seiner Waffe gelösten Schuss, durch den eine Kamerafrau am Film-Set von „Rust“ ums Leben kam – dennoch wird Alec Baldwin dem Branchenportal „Deadline“ zufolge in zwei italienischen Weihnachtsfilme auf der Leinwand zu sehen sein.

Neuanfang in Rom

Demnach wird der 63-jährige Schauspieler gemeinsam mit seinem Bruder William Baldwin in den beiden Familienkomödien „Kid Santa“ und „Billie’s Magic World“ zu sehen sein. Darin sollen Live-Action und Animation miteinander verwoben werden. Mittlerweile haben die italienischen Produktionsfirmen Minerva Pictures und ILBE gegenüber der Presse bestätigt, dass die Dreharbeiten in wenigen Tagen in Rom stattfinden und etwa vier Wochen andauern sollen. Für die Regie ist offenbar der italienische Filmemacher Francesco Cinquemani verantwortlich.

Bereits vor einigen Wochen hatte Baldwin in einem auf Instagram veröffentlichten Video angedeutet, vor die Kamera zurückgekehrt zu sein. Es sei ein seltsames Gefühl, nach dem tödlichen Vorfall am 21. Oktober vergangenen Jahres wieder bei der Arbeit zu sein, so der Schauspieler damals. Zwar hat er damals nicht verraten, um welchen Film es sich handelt. Medien haben jedoch über einen Thriller namens „97 Minuten“ gemutmaßt, der in England gedreht wurde.

 

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Die Opfer-Familie belastet Baldwin – der weist jede Schuld von sich

Am 21. Oktober letzten Jahres feuerte Baldwin am Set des Westerns „Rust“ auf der Bonanza Creed Ranch in New Mexico eine Requisitenwaffe ab. Dadurch wurde die Kamerafrau Halyna Hutchins getötet; der Regisseur Joel Souza trug Verletzungen an der Schulter davon.

Baldwin, wie auch die Waffenmeisterin, haben mehrfach jede Verantwortung von sich gewiesen. Angehörige der erschossenen Kamerafrau werfen dem Schauspieler und anderen Verantwortlichen hingegen grob fahrlässiges Verhalten vor. Im Februar haben sie gegen Baldwin Klage eingereicht – mit dem Vorwurf, Hutchins sei aufgrund von „rücksichtslosem Verhalten und Kosteneinsparungen“ während der Produktion gestorben.