Highlight: So wurde Discogs zur größten Plattenbörse der Welt

Neu im Plattenregal: Die Alben vom 16. September 2011

In Kooperation mit der Plattenladenwoche vom 10. bis zum 15. Oktober stellen wir hier ab sofort per Foto jede Woche ein Geschäft unseres Vertrauens vor – diesmal „Bongartz – Musik in allen Formaten“ in der Hauptstr. 56 in 91054 Erlangen. Alle Infos gibt es auf www.bongartz-musik.de.

Hier eine Auswahl der Neuheiten im simfy-Player (die Songs sind ca. zwei Wochen hörbar):

Tori Amos – „Night Of The Hunters“
In unserem Videointerview mit Tori Amos sagte sie ganz richtig: „Ihr wisst ja, wie das ist! Wenn man es vergeigt, dauert es nicht lange, bis der erste – vielleicht sogar der Rolling Stone – sagt: Das ist Mist!“ Nun ja – so hat es Birgit Fuß in ihrer Review nicht gesagt, aber dass sie nur zwei Sterne vergibt, zeigt wohl, dass sie Amos‘ Ausflug in klassische Kompositionen eher nicht so schätzt.
>>>> Videointerview mit Tori Amos

Blitzen Trapper – „American Goldwing“ (Sub Pop/Cargo)
Die amerikanischen Kollegen zückten für das sechste Album von Blitzen Trapper drei Sterne und dabei mehr als einmal den Vergleich mit Jeff Tweedy und Wilco – allerdings stellten sie zu Recht fest, dass dies nur gelte, wenn Wilco nicht mit „Yankee Hotel Foxtrot“ in andere Genresphären vorgedrungen wären. „It’s a simplistic but intoxicating roots fantasy – full of Dylan mysticism, spidery acoustic Dead jamming, tasty 1970s rock moves and evocations of high-plains drifters with itchy trigger fingers drinking from jam jars“, heißt es dort in der Review.
>>>> Clip zu „Love The Way You Walk Away“

Boots Electric – „Honkey Kong“ (Cooperative Music/Universal)
Jesse Hughes von den Eagles Of Death Metal hat in seinem neuen Projekt den Funk im Hintern – dabei aber immer noch Sex, Drugs & Rock’n’Roll im Kopf. Das ist durchaus so klischeehaft gemeint, wie es klingt, denn auch bei Boots Electric wirkt Hughes wie eine Rockstarparodie. Deshalb wird sich nicht viel daran ändern, dass ihn genau dafür viele lieben und viele hassen. Gut gemacht ist „Honkey Kong“ dabei allemal.
>>>> Clip zu „Boots Electric Theme“

Alin Coen Band – „Einer will immer mehr“ (Embassy of Music/Warner)
Es scheint hierzulande momentan ein guter Markt zu sein für melancholische junge Menschen, die sich mit akustischer Gitarre durch die kleinen Leiden und Freuden des Lebens singen. Alin Coen ist eine davon und macht ihren Job dabei ganz gut, auch wenn man bei einzwei Liedern dieses Albums denkt, dass sie noch ein wenig Arbeit gebraucht hätten,  bevor man sie außerhalb der sicherlich geschmackvoll eingerichteten Wohnung spielt.
>>>> Alin Coen mit „Ich war hier“ bei unseren Freunden tv.noir

Dawes – „Nothing Is Wrong“ (Loose/Rough Trade)
Vier Sterne gibt es in den Rezensionsquickies: „Ringing guitars, soaring harmonies, heartfelt melodies: Die Dawes aus Los Angeles singen große amerikanische Lieder zwischen Neil Young und klassischem L.A.-MOR-Rock. Manches klingt nach CSN&Y, anderes nach Ben Folds. Das Zusammenspiel des Trios ist schlichtweg fabelhaft – genau wie das Songwriting. Wir haben es geahnt: Im Background singt Jackson Browne und orgelt Benmont Tench. This is L.A.“
>>>> Live-Clip zu „Time Spent In Los Angeles“

dEUS – „Keep You Close“ (Play It Again Sam/Rough Trade)
Die Review gibt’s bei uns bereits online zu lesen, das Album schon seit einer Woche im Stream.
>>>> Videopodcast: dEUS mit „Keep You Close“ auf Tour

Diverse – „Johnny Boy Would Love This – A Tribute To John Martyn“ (Hole In The Rain/V2 Benelux/Soulfood)
Gleich zwei Alben, die sich dem verstorbenen John Martyn widmen: „Heaven And Earth“ mit seinen eigenen Songs und eben diese Compilation, auf der sich auch große Namen den Songs des Grantlers widmen: Neben seinem Buddy Phil Collins sind auch vertreten: Robert Smith von The Cure, Beck, The Swell Season, Beth Orton, Snow Patrol, die alte Kräuterfee Vashti Bunyan – dazu gibt es eine DVD mit einer Dokumentation über die Entstehung des Albums. Die Doppelreview von Arne Willander finden Sie hier.
>>>> Trailer zur Dokumentation und zur CD

Downpilot – „New Great Lakes“ (Tapete/Indigo)
Drei Sterne gibt es in unseren Rezensions-Quickies: „Für den Nachfolger des gefeierten ‚They Kind Of Shine‘ zog sich Downpilot-Kopf Paul Hiraga auf eine kleine Insel nahe Seattle zurück, um diese verträumten, unaufgeregten Songwriter-Elegien gedeihen zu lassen. ‚New Great Lake‘ und ‚Desolation Pass‘ wohnt eine raue Melancholie inne.“
>>>> Free Download des Songs „Edge Of The Flood“

Kasabian – „Velociraptor!“ (Columbia/Sony Music)
Der Job der größten Großmäuler des Britpop ist nach dem Ende von Oasis zu haben – Kasabian reißen ihres groß auf, um ihn zu bekommen. Könnte klappen, wie man hier in der Review nachlesen kann.

Udo Lindenberg – „MTV Unplugged – Live aus dem Hotel Atlantic-Doppelzimmer Edition“ (Starwatch/Warner)
Es soll eine der teuersten Produktionen in der Geschichte von „MTV Unplugged“ gewesen sein, aber das Ergebnis kann sich sehen lassen. Hier finden Sie unser ausführliches Interview mit Lindenberg, das Torsten Groß im Hotel Atlantic mit im führte.
>>>> Clip zu „Ein Herz kann man nicht reparieren“ feat. Inga Humpe

Nick Lowe –    „The Old Magic“ (Proper/Rough Trade)
Arne Willander ist begeistert und vergibt satte viereinhalb Sterne. Passiert ja auch nicht so oft. Hier geht’s zur Review.
>>>> Video: Akustiksession von Nick Lowe beim Radiosender NPR

John Martyn – „Heaven & Earth“ (Hole In The Rain/V2 Benelux/Soulfood)
Wie schon zuvor erwähnt, gibt es die Review hier.

Nils Petter Molvaer   – „Baboon Moon“ (Columbia/Sony)
Auch wer nur selten den Zugang zu moderner Jazzmusik findet, sollte sich mal die Stunde Zeit nehmen, um das neue Album des norwegischen Trompeters zu hören. Denn die Instrumentalstücke erzeugen mit ihrem wuchtigen Schlagzeugspiel und dem mal melancholisch flirrenden mal irrlichternden Trompetenspiel eine ganz eigene, dunkle Atmosphäre, die jedem gefallen dürfte, der sich auch für – sagen wir mal – Madrugada oder ähnliche singende Landesgenossen begeistern kann.
>>>> Live-Clip vom Festival Jazz In Marciac

The Rifles – „Freedom Run“ (Right Hook/Capitol/EMI)
Leider nur zwei Sterne in den „Quickies“ für die freundlichen und trinkfreudigen Briten: „Nur Joel Stoker und Luke Crowther bleiben vom Original-Line-up, doch Northern Soul, schmachtende Hooks und Britpop prägen weiter die Musik der Rifles. Nichts Weltbewegendes, aber viele dieser sanft hymnischen Lieder gelingen.“
>>>> Clip zu „Tangled Up In Love“

Slow Club – „Paradise“ (Moshi Moshi/Rough Trade)
Der charmante Folk-Pop von Rebecca Taylor und Charles Watson klingt auf ihrem neuen Album ein wenig verhallter als sonst, was vermuten lässt, dass auch sie dem kursierenden Shoegaze-Revival zunicken. Wer selbstironische, zärtliche, melancholische Lyrics mag und vor allem die Boy-Girl-Konstellation schätzt, sollte hier zugreifen. Schade, dass man wieder das Gefühl hat, die beiden bleiben ein ewiger Geheimtipp.
>>>> Stream des Albums  

The Subways – „Money & Celebrity“ (Warner)
Wie es sich anfühlte, einmal durch die Hype-Sphäre gewirbelt zu werden, erzählten uns die Subways im Videointerview. Ihr neues Album klingt dann leider allerdings auch ein wenig so, als wären ihnen in dieser Zeit entweder die Ideen oder die Experimentierlust ausgegangen.
>>>> The Subways live bei tape.tv

SuperHeavy – „SuperHeavy“ (Polydor/UID/Universal)
„Eavy, eavy, super eavy!“ – seit Tagen kriegt die Redaktion diese von Damian Marley vorgetragenen h-freien Zeilen nicht mehr aus dem Kopf. Dennoch bleibt das Album eine schwierige Angelegenheit, wie Joachim Hentschel in seiner Review erklärt.
>>>> Clip zu „Miracle Worker“


John Lennon: Sein Tod und die Geschichte seines Mörders

„Double Fantasy“ Im Sommer und Herbst 1980 arbeiteten John Lennon und Yoko Ono in der New Yorker Hit Factory an „Double Fantasy“, Lennons letztem Album. ROLLING-STONE-Redakteur Arne Wilander schrieb darüber: Auf dem Album sind einige der besten Stücke enthalten, die John Lennon nach „Plastic Ono Band“ schrieb – hätten „I’m Stepping Out“, „Nobody Told Me“, „I Don’t Wanna Face It“ und „Borrowed Time“ die Platte ergänzt, wäre es ein großartiges, wenn auch gar nicht modernes Rock-Album geworden. Yokos eklektische, teils rhythmisch-treibende, teils pompös-sentimentale Stücke haben die größtmögliche Distanz zu Lennons schnodderigen Gitarren-Attacken. Albert Goldman nennt „(Just Like) Starting Over“ einen „Rückgriff…
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