Neue Ausgabe: Die große Oper. Exklusives Interview mit Rammstein


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Noch am Dienstag meldete die „Süddeutsche Zeitung“, dass Till Lindemann „Interviewanfragen kategorisch ablehnt“. Für den ROLLING STONE machte der Rammstein-Sänger jetzt eine Ausnahme und stellte sich gemeinsam mit den Kollegen den Fragen der RS-Reporter Rainer Schmidt und Torsten Groß. Ganz unrecht hat die „SZ“ aber natürlich nicht: Das Gespräch mit dem Musiker ist tatsächlich Lindemanns erstes Interview über Rammstein in Deutschland seit 2005.

Die skandalträchtigste und erfolgreichste deutsche Band der letzten Jahre spricht im ROLLING STONE-Gespräch offen über Tabubrüche und Missverständnisse, erinnert sich an den ersten Live-Auftritt und beschreibt das operngleiche Konzept der Rammstein-Auftritte als zentrales Element der Bandphilosophie.

Natürlich steht das Interview im Zentrum unseres 12-seitigen Rammstein-Specials. Aber auch die „Zugaben“ erlauben einen Blick auf das Phänomen Rammstein, den es in dieser Form noch nicht gegeben hat. So beschreibt der US-Kollege David Fricke das Phänomen Rammstein aus der amerikanischen Perspektive. Komponist Torsten Rasch – der für seine Rammstein-Interpretation „Mein Herz brennt“ den Klassik-Echo bekommen hat – kritisiert die „teilweise fehlerhafte Rezeption von Rammstein“ und stellt klar: „Das ist Kunst.“ Und – eine weitere kleine Sensation: Der Bachmann-Preisträger aus dem Jahr 2010, Peter Wawerzinek, nähert sich dem Thema literarisch und begeht seine private „Rammsteinweihe“. Die für diese Band ungewöhnlich intimen Bilder zur Rammstein-Geschichte stammen – wie auch das obenstehende Foto – von Top-Fotograf Olaf Heine, der die Karriere von Rammstein seit vielen Jahren begleitet.

All das (und natürlich noch einiges mehr) finden Sie in der neuen Ausgabe, die am Donnerstag erscheint.


Konzertkritik: Rammstein in Moskau – Wenn 81.000 Russen „Deutschland“ brüllen

Flashback: 30. Juli 2019 – ein Artikel aus dem ROLLING-STONE-Archiv: Vor dem Luschniki-Stadion im gleichnamigen Moskauer Stadtteil steht eine Statue von Lenin, die jeder Besucher kurz nach der Waffenkontrolle passiert. Das kommt nicht von ungefähr: Zu Zeiten seiner Eröffnung hieß das Stadion noch W. I. Lenin-Zentralstadion. Dort, wo am 31. Juli 1956 die Fußballteams der Sowjetunion und der Volksrepublik China gegeneinander spielten (der Gastgeber gewann mit 1:0), geschah 63 Jahre später etwas, das zu Zeiten des Baus nicht vorhersehbar war:  Menschen fanden sich in einem Stadion (Kapazität: 81.000 Personen) zusammen, um mit vollem Enthusiasmus „Deutschland“ und andere Refrains einer deutschen…
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