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Niederlage für Jan Böhmermann: Teile des Erdogan-Gedichts bleiben verboten


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Vor wenigen Tagen gewann Jan Böhmermann für seine ZDF-Late-Night-Show „Neo Magazin Royale“ den Deutschen Fernsehpreis und widmete ihn der Rechtsschutzversicherung des Senders. Jeder im Saal und vor dem Fernseher wusste, was damit gemeint war. Bisher hatte das Schmähgedicht, das der Moderator im vergangenen Jahr über den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan vorgetragen hatte, keine bedeutsamen juristischen Folgen.

Am Freitag (10. Februar) nun das Urteil des Hamburger Landgerichts: „Der Satiriker Jan Böhmermann darf bestimmte Passagen seines Gedichtes „Schmähkritik“ weiterhin nicht mehr veröffentlichen.“ So heißt es kurz und knapp in der Begründung des Gerichts. Damit wurde der Klage des Privatmanns Erdogan in Teilen stattgegeben.

Böhmermann hielt sich stets an das Verbot

Bereits im Mai hatte das Hamburger Landgericht eine einstweilige Verfügung erlassen, mittels der jene Worte, die das Gericht als besonders ehrverletzend bewertet wurden, nicht mehr vorgetragen werden durften. Böhmermann, der nicht mit Kritik am Umgang mit seiner Person und seiner Arbeit sparte, hatte sich stets an das Verbot gehalten.


Serj Tankian dankt Joe Biden: Völkermord an Armeniern von den USA offiziell anerkannt

Serj Tankian bedankte sich am Samstag (24. April, 106. Gedenktag des Völkermords an den Armeniern) in den sozialen Medien bei US-Präsident Joe Biden. Dieser hatte die Massentötung von Armeniern unter dem Osmanischen Reich im frühen 20. Jahrhundert offiziell als „Völkermord“ anerkannt. Etwas, wovor sich frühere amerikanische Staatsoberhäupter aus Angst vor einer Belastung der US-Beziehungen zur Türkei gescheut haben. Der erste US-Präsident, der den Völkermord anerkennt Die systematische Deportation der Armenier durch das Osmanische Reich im Ersten Weltkrieg wurde dadurch zum ersten Mal von einem US-Präsidenten offiziell anerkannt. Today, we remember the atrocities faced by the Armenian people in the Metz…
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