Pete Townshend: Solo-Debüt-Album „Who Came First“ erscheint als Deluxe-Edition


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Mit „Who Came First“ brachte Pete Townshend 1972 seine erste Soloeinspielung heraus. Es enthielt unter frühe Versionen für das schließlich unvollendet gebliebene Konzeptalbum „Lifehouse“. Darunter auch den Song „Pure And Easy“, der später in etwas anderer musikalischer Ausstattung für den The-Who-Klassiker „Who’s Next“ verwendet wurde.

Zum 45. Jubiläums erscheint das Album am 20. April 2018 als neue 2CD-Edition mit acht bisher unveröffentlichten Titeln. Das Digipak enthält einen neuen, von Pete Townshend höchstpersönlich verfassten Begleittext, das Originalposter aus dem Jahr 1972 und ein 24-seitiges Booklet mit seltenen Fotos von Meher Baba und Pete Townshend in seinem Studio.

Pete Townshend und Meher Baba

Das Coverfoto von Fotograf Graham Hughes (der auch das Coverfoto für den Who-Klassiker „Quadrophenia“ geschossen hat) wurde für diese neue Edition noch einmal aufgearbeitet. „Who Came First“ wurde von Jon Astley remastert, der viele Jahre lange mit Pete Townshend und The Who zusammengearbeitet hat.

ROLLING-STONE-Redakteur Arne Willander zur Entstehung von „Who Came First“ von Pete Townshend:

In den bewegten Tagen nach „Tommy“ suchte Pete Townshend wie so viele Kollegen nach Erleuchtung – oder wenigstens nach einem Lichtlein. Seine Songs hatten ja bereits spirituelle und mythologische Übertöne, schon 1967 hatte er sich (22 Jahre alt, überarbeitet und drogeninduziert) den Lehren des dubiosen Inders Avatar Meher Baba zugewandt, der in den letzten 44 Jahren seines Lebens schwieg. Er kommunizierte aber schriftlich so erbauliche Aphorismen wie „Don’t worry – be happy“.

Gut gelaunt starb der Guru 1969, was eine wahre Tributsucht unter Musikern auslöste. Auch Townshend beteiligte sich an Konzerten und drei Compilations. Zugleich verfolgte er das ominöse „LifeHouse“ -Projekt, das nach einem Auftritt 1971 scheiterte, woraus dann immerhin „Who’s Next“ hervorging. An ein Solo-Album hatte Townshend angeblich nicht gedacht – „Who Came First“ erschien dennoch 1972 als Kompendium aus Überbleibseln von „LifeHouse“ und länglichen Baba-Hymnen.

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