Rammstein: Derbes Unwetter zur Leipziger Flammenshow erwartet


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Der Tourauftakt ist vollbracht. Doppelschlag in Prag. Am letzten Wochenende griffen Rammstein auf dem Flugfeld Letnany im Norden der Stadt tief in die Klassiker-Kiste und integrierten einige Songs des aktuellen Albums „Zeit“ in ihre Megashow. Wie nicht anders zu erwarten: Gigantomane Showeffekte aus dem Abenteuer-Pyro-Land. Zum Kannibalismus-Track „Mein Teil“ schmort Till Lindemann Rammstein-Keyboarder Christian „Flake“ Lorenz im Superkochtopf per Flammenwerfer. Zu „Pussy“ schwingt sich der Bühnenberserker auf einer überdimensionalen Penis-Kanone und bespritzt die jubelnden Fans mit weißlichem Schaum …

All das wird es am heutigen Abend auch im Leipziger Zentralstadion geben. Vorausgesetzt natürlich, die Natur spielt mit. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für den Leipziger Raum eine „Schwergewitterlage“ vorausgesagt. Als „wahrscheinlich“ wird auch das Herabregnen von „tischtennisballgroßen Hagelkörnern“ prophezeit.

Aus Gründen der Dramaturgie mögen solch biblische Unwetterlagen ja durchaus zum apokalyptischen Rammstein-Programm passen; Sicherheitstechnisch sieht es schon ganz anders aus. „Genau in den ersten Konzertstunden wird es wirklich kritisch“ bewertet Meteorologin Cathleen Hickmann vom DWD die Lage. Auf ihrer Setlist stehen Orkanböen mit Windgeschwindigkeiten bis zu 130 Kilometer pro Stunde und bis zu vier Zentimeter große Hagelkörner. „Gegen 22 Uhr, spätestens um Mitternacht dürfte es vorbei sein“.

Bislang haben die Veranstalter keinen Notfallplan in petto. Man hofft bislang darauf, dass sich die Wetter-Extreme anderswo entladen. Das Leipziger Ordnungsamt könnte das Konzert – nach Einschätzung am Nachmittag – jederzeit untersagen. Karteninhaber sollten sich vor der Anreise informieren. Für das zweite Konzert am Samstag sind keinerlei Turbulenzen zu erwarten.