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Gary Shteyngart Kleiner Versager


„Immer wieder habe ich mich in meinen Romanen einer bestimmten Wahrheit angenähert, nur um mich schnell wieder abzuwenden, mit dem Finger darauf zu zeigen, zu lachen und schleunigst in sichere Gefilde zurückzuhuschen“, bekennt Gary Shteyngart in seinen jetzt erscheinenden Lebenserinnerungen. Er räumt mit den autobiografischen Lasten auf, die er bereits in seiner Fiktion anklingen ließ. Sein Rückblick beginnt 1996 in New York: als er beschließt, Autor zu werden. „Aber was für ein Beruf ist das: Schriftsteller?“, fragt seine Mutter. Die Antwort gibt er nun in „Kleiner Versager“. Hier zeichnet er, ausgehend vom Jahr 1972 in Leningrad, die Geschichte seiner Selbstsuche entlang der Familiengeschichte und durch die Brille des an sich selbst (ver-)zweifelnden Sohnes jüdischer Migranten. Der selbstironisch-sarkastische Ton erinnert dabei an Philip Roth, die ständige Nähe zur Tragödie an die Klassiker russischer Literatur. Schriftsteller zu sein heißt nicht, sich von der Familienbiografie zu befreien, sondern sich mit ihr zu versöhnen. Shteyngart ist das gelungen.


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