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Die Streifenpolizei - der Podcast für Film & Serien vom Rolling Stone & Musikexpress

Herbert Grönemeyer Tumult


„Der Tag ist alles außer gewöhnlich/ Und leider gibt es auch kein Pro­blem/ Ich sehe mir heute verdammt ähnlich/ Und irgendwie finde ich das schön“: Eigentlich hat Herbert Gröne­meyer nach einer halben Minute schon alles Entscheidende gesagt. Das Leben soll aus vollem Herzen gelebt werden, wir bleiben immer dieselben, aber jeder Moment kann alles verändern. „Sekundenglück“, ein anderes gibt es nicht.

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Natürlich klingen Grönemeyers Lieder verdammt ähnlich wie viele, die wir schon kennen – auch das ist schön. Der abgehackte Gesang, die mal stolpernden, mal tanzenden Melodien, das Politische und das Private, die Aufmunterung und das Ermahnende: alles da, was so vertraut ist, und doch in die Gegenwart transportiert.

Die Liebeslieder („Mein Lebens­strahlen“, „Leichtsinn und Liebe“) und Sinnfragen („War­um“, „Verwandt“) sind wieder ein bisschen berührender als die Sozialkritikhymnen („Doppelherz“, „Fall der Fälle“), doch das liegt in der Natur der Sache. Im „Wartezimmer der Welt“ sitzt Grönemeyer jedenfalls auf dem richtigen Platz.

Kooperation

Er weiß, was wichtig ist. (Universal)


Jahresrückblick: Würden Sie in ein Flüchtlingsboot steigen, Herbert Grönemeyer?

>>> Die beste Musik, die besten Filme, die schönsten Rücktritte: 2018 – der große Jahresrückblick auf 30 Seiten. Nur im gedruckten ROLLING STONE ROLLING STONE: Sie haben vor einigen Monaten ein Foto gepostet, das Sie mit einer Schwimmweste zeigt. Das kam ohne Kommentar –war aber Ihre Stellungnahme zur Rettung von Flüchtlingen im Mittelmeer, oder? Grönemeyer: Darüber zu debattieren, ob man Schiffbrüchige retten soll, empfinde ich als einen degenerierten Hirnzustand. Geht einfach gar nicht. Unterlassene Hilfeleistung steht unter Strafe in Deutschland. Allein die Debatte halte ich für sehr merkwürdig. Man kann sich über die Zustände in Libyen unterhalten, was da in den…
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