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Studie: Musiker bekommen dreimal häufiger Depressionen als andere Menschen

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Studie: Musiker bekommen dreimal häufiger Depressionen als andere Menschen

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Eine neue Studie, die von „Help Musicians“ in Großbritannien in Auftrag gegeben wurde, legt den Schluss nahe, dass Musiker und Menschen, die in der Musikindustrie arbeiten, mehr als dreimal so häufig mit Depressionen und Angststörungen zu kämpfen haben, als Menschen anderer Berufsgruppen.

Die Wohltätigkeitsorganisation, die gegründet wurde, um Musikern in Not zu helfen, hat dafür eigens mehr als 2.000 Menschen im Musikbusiness befragt, wie „Pitchfork“ berichtet. Die Studie lief unter dem Namen „Kann Musik dich krank machen?“ und bestätigte auf geradezu beunruhigende Art und Weise das Klischee vom in sich gekehrten, schwermütigen Songwriter.

Tatsächlich soll die Studie aber vor allem ein großes Warnsignal sein, so deuten es die Entwickler der Untersuchung jedenfalls in dem Bericht an. Für sie ist klar, dass der hohe Anteil an psychischen Erkrankungen in der Musikindustrie darauf zurückzuführen, dass professionelle Hilfe selten oder gar nicht in Anspruch genommen wird.

Nicht nur Musiker sind betroffen

Dabei betrifft das Risiko, depressiv zu werden, nicht nur Musiker direkt. Während in dieser Gruppe 39 Prozent der Befragten angaben, an derartigen Krankheitssymptomen zu leiden, sind auch neun Prozent der befragten Musikmanager, sieben Prozent der unterschiedlichsten Angestellten in Plattenfirmen und vier Prozent derer, die an der Tonproduktion arbeiten, betroffen. Am wenigsten gefährdet sind Roadies (zwei Prozent).

Insgesamt sind die Daten geradezu unheimlich: 71 Prozent der Studienteilnehmer gaben an, dass sie schon Erfahrungen mit Panikattacken oder anderen Formen der Angststörung gemacht haben, depressive Phasen kannten insgesamt 65 Prozent. Laut WHO erkrankt in den Industrieländern etwa einer von fünf Menschen an Depressionen. Musiker und Menschen, die in der Musikindustrie arbeiten, sind nach den Ergebnissen dieser Studie also deutlich gefährdeter als andere Berufsgruppen, was psychische Störungen betrifft.

Gründe für die psychische Gefährdung

Gründe für diese Gefährdung sind die permanente Belastung, die in der Regel stets unsichere ökonomische Perspektive oder fehlende Anerkennung. Vor allem Musikerinnen und weibliche Mitarbeiterinnen in der Musikindustrie erkranken überdurchschnittlich häufig an Depressionen.

Das liegt allem Anschein nach daran, dass in der Industrie nach wie vor Frauen eher belächelt werden oder mit Sexismus zu kämpfen haben. Auch sexueller Missbrauch, nach vielen Berichten in der Musikindustrie keine Seltenheit, spielt eine gewichtige Rolle.

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