Ten Walls: DJ entschuldigt sich für homophobe Äußerungen

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Ten Walls: DJ entschuldigt sich für homophobe Äußerungen

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Marijus Adomaitis, der litauische DJ mit dem Künstlernamen Ten Walls, hatte im Juni mit homophoben Äußerungen schockiert: Er verglich Homosexuelle mit Pädophilen, die früher noch zum Glück „geheilt“ worden seien. Für seine Sätze hat er sich nun noch einmal entschuldigt – in einem langatmigen Statement, in dem er angibt, einfach nur zu viel Stress in seinem Leben gehabt zu haben. Die Ansichten, die er mit dem Post ausgedrückt hat, haben „nicht seine wahre Meinung widergespiegelt“, erzählte er, wie schon in einem früheren Statement. Seine Kommentare hatten damals Konsequenzen: Der DJ wurde vom Programm einiger Festivals gestrichen, sein Image wurde nachhaltig geschädigt. Jetzt, fast vier Monate nach dem Vorfall, holt Ten Walls noch einmal aus, um sich zu entschuldigen, berichtet „The Guardian“

Adomaitis schreibt: „Früher in diesem Jahr habe ich einen Kommentar auf meiner Facebook-Seite gepostet, den ich wirklich bedauere. Mein Post stand in Bezug zur Homophobie und hat Menschen wirklich angegriffen. Mir tut es leid, dass ich so vielen Leuten weh getan habe: meiner Familie, meinem Land, meinen Kollegen, meinen Freunden, der LGBT-Community und vielen anderen. Seitdem habe ich mir eine Auszeit genommen, um über das nachzudenken, was ich getan habe und einen Weg zu finden, mich zu entschuldigen, der ausdrückt, wie leid es mir tut.“

Adomaitis möchte sich bessern – und der Community helfen

Der „Walking With Elephants“-DJ ergänzte noch, dass er sich eigentlich nicht als homophob bezeichnen würde, sondern einfach in einer stressigen, von Wut geprägten Zeit seines Lebens diese Dinge äußerte und der Post seine wirklichen Gefühle nie wiedergegeben habe. Angeblich wollte Ten Walls sich auch bessern, indem er an einer Fassung der Oper „Carmen“ mit elektronischer Musik arbeitete, die LGBT-Gruppen in Litauen unterstütze und daher helfe, auch andere in seinem Heimatland auf einen Weg zu bringen, der toleranter und von weniger Anfeindungen gegenüber Menschen der LGBT-Community geprägt sei.

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