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10 kuriose Fakten zu The Killers


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06. Der alienparanoide „Uncle Johnny“

Brandon Flowers‘ stets Led-Zeppelin-Shirts tragender „Uncle Johnny“, verewigt auf dem Album „Sam’s Town“, litt infolge seiner Kokainsucht unter einer ausgeprägten Paranoia: Er war besessen von George Orwells „1984“ und überzeugt davon, dass Aliens kommen und seine Spermien klauen würden. Um diesen schrecklichen Diebstahl zu verhindern, versuchte er, natürlich komplett dazed and confused, sich kurzerhand, seine Testikel wegzuschießen. Erfreulicherweise litt die Präzision unter dem Drogeneinfluss und er schoss daneben. Mittlerweile ist der Onkel wieder clean und zurück im alienangstfreien Leben. Und natürlich sehr stolz auf den ihm gewidmeten Song.

The Killers – „Uncle Johnny“ (Glastonbury, 2007)


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07. Inspiriert von Hunter S. Thompson

Als The Killers „Human“, die Vorabsingle ihres 3. Albums „Day & Age“, veröffentlichten, sorgten sie nicht nur mit der musikalischen Neuorientierung in Richtung Dancefloor für irritierte Gesichter, sondern vor allem auch mit der Zeile „Are we human or are we dancer?“ Diese Frage war allerdings kein Ergebnis eines geselligen Philosophie-Abends mit Uncle Johnny, sondern wurde von einer Aussage des „Fear And Loathing In Las Vegas“-Autors Hunter S. Thompson inspiriert. Dieser hatte einmal die Befürchtung verlauten lassen, Amerika würde eine „generation of dancers“ heranziehen. Er meinte damit, dass viele Menschen sich nicht trauen, ihrem eigenen Takt zu folgen, sondern stattdessen immer wieder die von der Gesellschaft eingeübten Tanzschritte abspulen – auf diese letztendlich verunsichernde Konditionierung bezieht sich auch die „Human“-Textzeile „Sometimes I get nervous / When I see an open door“.

The Killers – „Human“


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08. Gitarrist Dave Keuning beinahe in Stonehenge vergessen

Man liest hin und wieder von Kindern, die an Autobahnraststätten vergessen werden, weil sie sich heimlich abschnallen und aus dem Auto schleichen, während Mutti die sanitären Anlagen aufsucht und den Nachwuchs doch gerade noch mit einem Keks in der Hand dem Mittagsschlaf entgegendämmern wähnte. Auch The Killers widmeten ihre Aufmerksamkeit anderen Dingen als ihrer Reisegruppenvollständigkeit (Brandon Flowers beispielsweise amüsierte sich bei der amerikanischen Komödie „Caddyshack“), als sie im Sommer 2005 auf dem Weg zum Glastonbury Festival waren. Erst nach gut einer Stunde fiel auf, dass Dave Keuning fehlte. Wo war er bloß abhanden gekommen? Beim letzten Tankstellen-Stopp? Oder bereits während der vorangegangenen Stonehenge-Besichtigung? Sie fuhren zurück und konnten ihren Gitarristen bereits an besagter Tankstelle wohlbehalten einsammeln.

Dave Keuning von den Killers
Dave Keuning von den Killers

09. Ein Klavier, ein Klavier – und eine Songwriter-Uroma

Die Musik trat in Brandon Flowers‘ Leben, als seine Familie ein Klavier von Uroma Melinda erbte – bis dahin die einzige Kreative in der Familie. Ihr Show-Name lautete „Dixie“ und sie schrieb Country-Songs, einen davon nahm sogar Country-Legende Mel Tillis auf. Brandon bekam Dank des Erbstücks als Kind Klavierunterricht und auch zu Uromas favorisiertem Genre fand er eine Verbindung. Zu dem posthum erschienenen Johnny-Cash-Album „Out Among The Stars“ (es wurde eigentlich schon Anfang der Achtziger geschrieben und aufgenommen, aber nicht veröffentlicht, weil sein Label ihn damals fallen ließ) wurde ein gleichnamiger Cash-Hommage-Kurzfilm veröffentlicht, für den Flowers 2014 gemeinsam mit der kalifornischen Band Dawes Cashs „I Came To Believe“ aufnahm.


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10. Brian-Eno-Albtraum überwunden

Durch ein Missverständnis glaubten The Killers, dass Brian Eno eine Zusammenarbeit auf „Sam’s Town“ abgelehnt habe (die Wahrheit war: er war gar nicht gefragt worden). Von diesem Zeitpunkt an verfolgte Brandon Flowers ein und derselbe Albtraum – der einzige wiederkehrende Traum, den er jemals hatte: Er läuft auf der einen Straßenseite, Brian Eno auf der anderen. Und es ist unmöglich, die Straße zu überqueren. Dieses Gefühl, nicht gut genug für Brian Eno gewesen zu sein, verfolgte ihn jahrelang. Bis sich das Missverständnis aufklärte. Und zu einer Art von Zusammenarbeit kam es schließlich auch noch: Das ätherische „Some Kind Of Love“ auf „Wonderful Wonderful“ basiert auf dem Brian-Eno-Stück „An Ending (Ascent)“ von dessen 1983 erschienenem Album „Apollo: Atmospheres And Soundtracks“.

Nachdem er in einem Interview gesagt hatte, dass Trump und der Brexit „genau der Arschtritt sind, den wir gerade brauchen“ stellt Brian Eno nun in einem Facebook-Post klar, dass er alles andere als glücklich über den neuen US-Präsidenten ist.
Brian Eno

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Kaveh Kazemi Getty Images