Chester Bennington: Seine Ex-Frau fand die Beerdigung „widerlich“

Die Beerdigung von Chester Bennington fand bereits am 29. Juli 2017 in Palos Verdes, Kalifornien statt. Jetzt meldet sich erstmals die Ex-Frau des verstorbenen Linkin-Park-Sängers zu Wort und lässt ihrer Wut freien Lauf. Auf Facebook hat Samantha Bennington einen sehr langen Beitrag veröffentlicht und sich über sehr viele Details und Abläufe echauffiert.

„Abriss-Crew“ und „Wahnvorstellungen“

Der Facebook-Beitrag, der am 23. August 2017 veröffentlicht wurde, ist voller Rechtschreib- und Grammatikfehler und in schlechtem Englisch verfasst. Zusammenhänge sind nicht immer sofort ersichtlich und es scheint ganz so, als ob Samantha Bennington diesen Beitrag in blinder Rage verfasst hat, ohne ihn danach noch einmal zu lesen. So moniert sie unter anderem, dass weder sie noch ihr Sohn auf der Beerdigung ihres Ex-Mannes eine Rede halten durften. Das gedruckte Programm vergleicht sie mit einem „billigen Happy-Hour-Menü“ und die verantwortlichen Organisatoren beschimpft sie als „Abriss-Crew“.

Damit aber nicht genug, ein weiterer Kritikpunkt, der viele Wörter und Zeilen in ihrer Hasstirade einnimmt, beschäftigt sich damit, dass auf der Beerdigung nur die letzten zwölf Jahre von Chester erwähnt worden sein sollen. Von seiner Kindheit oder gar der Ehe mit Samantha soll keine Rede gewesen sein. Des Weiteren soll ihrem Sohn der Wunsch verweigert worden sein, zusammen mit seinen Geschwistern eine Rose in den Ozean zu werfen.

Kooperation

„Karma ist echt“

Ihre Hasstirade beendet Samantha Bennington mit folgenden Zeilen:

„Ich hoffe, es gefällt euch, Kapital aus seinen Tod zu schlagen. Karma ist echt. Ich sende euch eure Energie tausendfach zurück. Schaut in den Spiegel, ich hoffe, euch gefällt, was ihr seht. Business ist Business, aber ich sehe null Liebe. Therapie am Wochenende, unter allen Umständen. Die Frustration ist auf so vielen Ebenen echt.“

Hier der komplette Facebook-Beitrag im Original:

https://www.facebook.com/samantha.bennington/posts/10209954489194401

Chester Bennington starb am 20. Juli 2017. Später wurde bestätigt, dass er Suizid begangen hat. Unsere Kollegen von METAL HAMMER haben zu Ehren von Chester Bennington ein Sonderheft über den verstorbenen Linkin-Park-Sänger veröffentlicht. Alle Infos dazu gibt es hier:

Linkin Park: Sonderheft zu Ehren von Chester Bennington


Wer Suizidgedanken hat, sollte sich an vertraute Menschen wenden. Oft hilft bereits das Sprechen dabei, die Gedanken zumindest vorübergehend auszuräumen. Wer für weitere Hilfsangebote offen ist oder sich um nahestehende Personen sorgt, kann sich – auch anonym – an die Telefonseelsorge wenden: Sie bietet schnelle Hilfe an und vermittelt Ärzte, Beratungsstellen oder Kliniken unter der Nummer 0800/111 01 11.


TV-Tipp: Chester Bennington – A Voice of Pain

Chester Bennington ist für viele Musikfans Ikone und Identifikationsfigur - und das  nicht nur für eine Generation. Der Kopf von Band Linkin Park sang und schrie den Schmerz heraus, den er selbst nie loswurde und traf damit den Nerv von Millionen Fans. Es waren diese Abgründe, die ihn so erfolgreich werden ließen und ihn selbst verschlangen, als er den Schmerz einfach nicht mehr aushielt. In der Dokumentation „Chester Bennington – A Voice of Pain“ erzählen seine Schwester, enge Freunde, Wegbegleiter und Fans ihre Begegnungen und zeichnen so ein vielschichtiges Bild des Rockstars. Tiefe Einblicke in das Privatleben von Chester Bennington…
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