Coldplay: Wie spricht man denn nun diese Emoji-Songs aus?


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Coldplay haben sich für ihre neue Platte „Music Of The Spheres“  ein Gimmick ausgedacht, das schön aussehen und sich gut anfühlen soll: Emojis als Songtitel.

Fünf Songs haben nur Bildchen spendiert bekommen: Saturn und Erde, drei funkelnde Sterne, ein rotes Herz sowie das Zeichen für Unendlichkeit. Der Witz liegt natürlich schon auf der Hand! Coldplay sind nun endgültig zur Emoji-Variante ihrer selbst verkommen, alles ist nur noch ein beziehungsloser Pop-Spaß und wer Zeichen setzt, der wird auch in keinem Kulturkreis mehr, wo es eben noch Märkte zu erobern gibt, missverstanden.

Coldplay auf dem Weg zur Weltmusik

Schon mit „Everyday Life“, dem durchaus überraschenden und ambitionierten Album mit Jazz-Bombast und Mönchschor-Einsatz, wurde ja klar, dass es Coldplay wirklich ernst ist mit dem Wunsch, Weltmusik fürs 21. Jahrhundert zu machen. Nun also auch noch der Rückzug aufs Symbolische und Bildhafte.

Aber was die Band vielleicht nicht einberechnet hat, ist das Interesse der Menschen, Zeichen auch übersetzen zu wollen. So fragen sich Fans rund um die Welt, wie denn nun die Emoji-Songs ausgesprochen werden sollen.

Beim Planeten Saturn ist die Sache klar, aber schon beim funkelnden Stern scheiden sich die Geister. Heißt es „Star“ oder „Sparks“, fragt etwa ein User aus dem englischen Sprachraum auf Twitter. Und wie ist es eigentlich um eine Platte bestellt, die gleich mehrere Lieder im Programm hat, deren Titel mit einem Begriff zusammenzufassen sind und daher eben reichlich unbestimmt sind? „Heart“? „Infinity“? „Earth“?


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Im Grunde geben Coldplay damit ihre kreative Schöpfungskraft als Songwriter an ihre Hörer ab und verlagern die Bedeutungsebene von ihren eigenen Fähigkeiten, die Welt irgendwie künstlerisch einzuordnen, zu angeblich allgemeinverständlichen Symbolen des Universums.

Klingt zu kompliziert? Ein Twitter-User hat es etwas einfacher formuliert: „Jemand sollte mal nach Coldplay schauen, möglicherweise ist ihnen die Hitze zu Kopf gestiegen.“