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Die besten Doppel-Alben aller Zeiten: The Rolling Stones – „Exile On Main St.“


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Es ist ein Ding der Unmöglichkeit, auch nur einen einzigen der 18 Tracks wegzudenken, die sich auf vier LP-Seiten zum fulminantesten Statement der Stones verdichten, jede Seite mit eigener Dynamik, jeder Cut eminent.

Gleich eingangs „Rocks Off“, ein Bündel nervöser Energie, tänzelnd im Zaum gehalten zuerst, dann freigelassen und wieder eingefangen, ungezähmt. Mittendrin ein Moment der Einkehr, das Tempo gedrosselt, die Töne spacey. „Feel so hypnotized“, maunzt Mick selbstverloren, „it’s all mesmerized, all that inside me“, bevor der Song die Sporen spürt und in gestrecktem Galopp in die Nacht geritten wird: „The sunshine bores the daylights out of me.“ Was für ein Opener! Oder „Rip This Joint“, eine rasende Rock’n’Roll-Furie von einem Track, mit Bobby Keys’ Sax im Overdrive. Slim Harpos „Hip Shake“ ist ebendas, der Groove unwiderstehlich, indes „Casino Boogie“ als Midtempo-Shuffle paradiert, Mick erinnerungsselig, „kissing cunt in Cannes“. Der brütende Funkhouse-Swing von „Tumbling Dice“ beschließt Seite 1 mit frivol lockender Coda. „You got to roll me …“

Im umfassenden Americana-Kontinuum von „Exile“ repräsentiert Seite 2 den akustischen, countryfizierten Teil. Gram Parsons’ Präsenz während der Aufnahmen ist spürbar, obwohl er bei den Aufnahme-Sessions in Keiths modrigem Keller in Südfrankreich nicht zugegen war. „Sweet Virginia“ geht mit Kalifornien ins Gericht, eine rostig schnarrende Honkytonk-Ode zu Sax und Harmonica: „Got to scrape that shit right off my shoes.“ Pedal-Steel-Licks unterfüttern „Torn And Frayed“, die autobiografische Ballade einer ramponierten Band auf Tour: „Let the guitar steal your heart away.“ Himmel, wie denn auch nicht?

Fiebrig waren die Sessions, das Album lief unter dem Arbeitstitel „Tropical Diseases“.


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