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Fall Weinstein: Woody Allen redet sich um Kopf und Kragen

Im Moment scheint es keinen Tag zu geben, an dem nicht neue Vorwürfe um Harvey Weinstein laut werden. Dem Produzenten wird von mehreren Frauen vorgeworfen, dass er sie sexuell belästigt, sogar vergewaltigt haben soll. Seine Frau hat angekündigt sich von ihm zu trennen, seiner „Weinstein Company“ hat ihn bereits entlassen, und die Oscar-Academy hat ihn aus dem Komitee geworfen.

Viele Stimmen aus Hollywood haben sich zu dem Thema gemeldet. Eine löste dabei eine besonders starke Kontroverse aus. Regisseur Woody Allen sagte in einem Interview mit der BBC: „ (…) Es sollte (…) nicht zur Atmosphäre einer Hexenjagd führen, in der jeder Kerl, der in einem Büro einer Frau zuzwinkert, plötzlich einen Anwalt rufen muss. Tragisch für die armen Frauen, die betroffen waren, traurig für Harvey, dass sein Leben so verkorkst ist.“

Woody Allen rudert zurück

Die Kritik an dieser Verteidigung für Weinstein ließ nicht lange auf sich warten. In einem Interview mit der „Variety“ versuchte Allen nun die Wogen zu glätten: „Als ich sagte, dass es mir für Harvey Weinstein leidtut, dachte ich, es wäre klar, dass ich so fühle, weil er ein trauriger, kranker Mann ist. Ich war überrascht, dass es anders aufgenommen wurde.“

Die beiden Männer hatten zusammen mehrere Filmprojekte gemacht. Der Artikel im „New Yorker“, der den Skandal um Weinstein eröffnete, stammt aus der Feder von Ronan Farrow, dem Sohn von Woody Allen.

Dem Filmemacher selbst wird seit den 90-er Jahren immer wieder der sexuelle Missbrauch seiner eigenen Tochter vorgeworfen. Harvey Weinstein half Allen nach dem Skandal wieder auf die Beine zu kommen.

Woody Allen zu Weinstein-Skandal: Jetzt bloß keine Hexenjagd!


Zum 50. Jahrestag des Mauerbau: Hallo, ist da wer?

Gegen die Wand: Am 13. August 1961 begann der Bau der Berliner Mauer. Seit 1989 ist sie Geschichte – was hat sie für die Popmusik bedeutet? Zum 50. Jahrestag: das Mauer-Special mit U2 und Bowie, Puhdys und Tresor. Die Mauer gab es ungefähr so lange wie die Beat- und dann Rockszene der DDR. Deren Musiker hatten somit nie wirklich die Chance, sich mit ihren Westkollegen auszutauschen. Es sei denn über Schleichwege oder, später, über die raren offiziellen Kontakte. Im Westen, zumal in Westberlin, wo sich ebenfalls eine - nehmen wir mal den dritten Begriff - Popszene zu entwickeln begann, war…
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