Highlight: 10 Dinge, die Sie über Rammstein garantiert noch nicht wussten

Im Video zu „Ach so gern“ bekommt Till Lindemann auf die Fresse

Natürlich behandelt auch „F & M“, die zweite Solo-LP von Till Lindemann, eines der liebsten Themen des Sängers und ironischen Schockkünstlers: destruktive Liebe. Neben der gehässigen Feier der Gegensätze in „Mann & Frau“ sticht da vor allem „Ach so gern“ heraus.

„Man sagt mir nach, ich wäre schamlos/So herz- und lieblos und frivol/Man meint, ich hätte sie gezwungen/Nein, die Wahrheit liegt dazwischen wohl“, heißt es darin. Und während fast etwas unschuldig Oralsex besungen wird, deutet der Erzähler an, dass er viele Frauen mindestens unglücklich gemacht, wenn nicht sogar auf andere Weise zerstört hat.

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Das Video zu „Ach so gern“ zeigt Till Lindemann, wie er sich mit einer Frau vergnügt, aber auch wie er mit einem puppenhaften „Opfer“ seines Geschlechtstriebs einen fatalen Tanz im Schnee wagt. Zusätzlich gibt’s die Quittung für den „wahren Frauenheld“ – in dem kleinen Film wird der Sänger übel zugerichtet und ins Gefängnis gesteckt.


Champions der Erregung 2019: Rammstein

Seit 1989 waren Tamara Danz und Nina Hagen, Wolf Biermann und Manfred Krug, Silly und Pankow, Frank Schöbel und Wolfgang Lippert nicht so beliebt wie in diesem Jahr, da man sich mit wohligem Grusel allüberall an einen untergegangenen Staat („eng, muffig, piefig“) erinnerte. Seltsamerweise wurde zum 30. Jubiläum der Maueröffnung die eine große deutsche Erfolgsgeschichte nicht erzählt. Aber Rammstein erzählten sie selbst das ganze Jahr über mit wohligem Grusel. Angefangen mit einem Langvideo, „Deutschland“, das ihrem neuen Album präludierte und das ähnlich enthusiastisch ausgedeutet wurde wie Quentin Tarantinos „Once Upon A Time In Hollywood“. Es ist naturgemäß keine Geschichtsbelehrung wie…
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