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IMA-Gewinner COMMITMENT: Slowthai

>>> Highlights und Gewinner IMA 2019!

Der britische Rapper Slowthai hat den International Music Award für seine besondere Haltung in der Kategorie COMMITMENT erhalten. Ausgezeichnet wurde damit auch sein Einsatz als junger Musiker gegen den Brexit – zu hören auf seiner Debütplatte „Nothing Great About Britain“. Slowthai setzte sich gegen Chance The Rapper und Lykke Li durch.

Leider konnte der Musiker den IMA nicht persönlich entgegennehmen. Er war aber in einer persönlichen Instagram-Videoansprache zu sehen. Das Video ist als Story auf dem Instagram-Account des IMA zu sehen.

Die Laudatio für Slowthai in der Verti Music Hall hielt der irische Sänger Rea Garvey, der das Brexit-Drama von der anderen Seite wahrnimmt und die Folgen einer möglichen Reaktivierung des Irland-Nordiralnd-Konfliktes herausstellte. Der Musiker und Ex-„The Voice Of Germany“-Juror coverte anschließend „Sunday Bloody Sunday“ von U2.

Rea Garvey covert „Sunday Bloody Sunday“ von U2
Rea Garvey covert „Sunday Bloody Sunday“ von U2 und hält die Laudatio für IMA-Gewinner Slowthai

Warum Slowthai den IMA absolut verdient hat

Slowthai hat ein schwieriges Verhältnis zu seiner Heimat. „Nothing Great About Britain“ hat er sich auf seinen Körper tätowieren lassen. Es ist zugleich auch der schwarzmalende Titel seines erstaunlichen Debütalbums, das 2019 erschien. Die Platte ist eine einzige grimmige Abrechnung mit dem zurzeit schwer mit sich selbst beschäftigten Königreich.

Großbritannien ist für Slowthai ein rassistischer Moloch

Zu aufgereizten Beats und brummelnden Synthesizern beleidigt Slowthai, der eigentlich Tyron Frampton heißt und sich auf der Bühne oft derart verausgabt, dass er sich schweißgebadet regelmäßig bis auf die Unterhose entkleidet, so ziemlich jeden Politiker und Repräsentanten seines Landes. Auch kein Symbol ist ihm heilig. Das Großbritannien, das der Rapper mit schäumenden Wortkaskaden zeichnet, ist ein rassistischer Moloch, ein Polizeistaat voller drogenabhängiger Hooligans. Selbst die Queen bekommt ihr Fett weg.

Der 24-Jährige ist engagierter „Remainer“. „Ich bin besorgt, wie der Brexit sich auf die jüngere Generation auswirken wird“, sagt er „Es fühlt sich so an, als würden wir zehn Schritte rückwärtsgehen.“ Slowthai widmete eine ganze Tournee diesem Thema, die er „Brexit Bandit“ taufte.

Geboren auf der Verliererseite

Seine Haltung speist sich aus eigenen Erfahrungen. Der rücksichtslos ehrliche Song „Northampton’s Child“ ist die Summe seiner verkorksten Kindheit in wenigen Minuten: Geboren auf der Verliererseite, von einer verzweifelten Mutter in einer Sozialwohnung großgezogen, vom drogenbenebelten Stiefvater gegängelt. Dazu kommt der Verlust eines Bruders, der früh stirbt. Trotzdem gibt es die für dieses Genre übliche Liebeserklärung an die Mutter; hier ist sie von ergreifendem Mitgefühl und Ehrlichkeit geprägt. Ein dialektischer Maßstab, der auch für seine wütende, klassenkämpferische Wortkunst gelten darf.

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Fabrizio Bensch picture alliance/dpa


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