Jarvis Cocker singt Chansons zur Premiere von „The French Dispatch“


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Ausgelassene Stimmung auf dem London Film Festival, das zum ersten Mal seit zwei Jahren wieder stattfinden konnte. Mit Stars und Fans, und einem echten Konzert. War doch eine der Attraktionen in London der neue Film von Wes Anderson, „The French Dispatch“, der ab Donnerstag (21. Oktober) auch in unseren Kinos läuft.

Standesgemäß wird dies begleitet von kompetent kuratierter Musik, diesmal mit gleich zwei Alben.

Einerseits der offizielle Soundtrack, den Wes Anderson gemeinsam mit dem französischen Film-Komponisten Alexandre Desplat zusammenstellte. Hier finden sich neben dem Filmscore auch Tracks von Ennio Morricone, Grace Jones, dem US-Chor-Ensemble Swingle Singers und seinem Kumpel Jarvis Cocker, der das Retro-Chanson „Aline“ beisteuerte.

„Chansons D’ennui Tip-Top“

Cocker wiederum, der lange in Paris lebte, nahm „The French Dispatch“ zum Anlass zusätzlich eine Compilation namens „Chansons D’ennui Tip-Top“ mit französischen Songs aufzunehmen. Darauf singt er Titel von Serge Gainsbourg, Brigitte Fontaine, Françoise Hardy oder Jacques Dutronc.

Gekrönt wurde das Film/Sound-Crossover mit einem Auftritt im Londoner 180 Studio, wo die Originalkulisse des Filmcafes Le Sans Blague aufgebaut war. Jarvis Cocker trat, unterstützt vom Ensemble seines „JARV-is“-Albums, im schwarzen Samtanzug ans Mikro. Er gab den Serge-Gainsbourg mit dessen „Requiem Pour Un Con“ und bewegte sich elegant und weitgehend akzentfrei durch die Welt der französischen Klassiker. Nach dem swingenden Brigitte-Bardot-Klassiker „Contact“ bedankte er sich mit einem ironischen „Merci Beuacoup“ beim begeisterten Premieren-Publikum.