Neunte Kunst

Nonstop Nonsens: Aufstieg und Fall des „MAD“-Magazins


MADs Meisterwerke: Filme und TV-Serien

Zum festen Bestandteil eigentlich jeder neuen „MAD“-Nummer gehört schon seit vielen Jahrzehnten die mehrseitige Parodie auf einen aktuellen Blockbuster, Filmklassiker oder in den letzten Jahren zunehmend TV-Serien. Der amerikanische Zeichner Mort Drucker begründete diese eigenständige Kunstform bereits 1956, als er zum Team des US-„MAD“ stieß, mit einem brillanten Karikatur-Strich, der so ziemlich jeder Hollywood-Größe den garstigen Spiegel vorhält. Von „Casablanca“ über „Der Pate“ bis hin zu „True Grit“ verulkt Drucker all das, was die Fans an diesen Filmen lieben. Aus „The Godfather“ wurde „The Odd Father“, aus „True Grit“ schließlich „True Fat“.

Natürlich sind darunter allerhand Albernheiten, doch oft gelang es nicht nur Drucker, sondern auch manchen anderen amerikanischen Zeichnern wie Tom Bunk, Will Elder, Wally Wood, Jack Davis und noch einigen mehr , darzulegen, wieso diese Meisterwerke im Grunde nerven. Bedeutsam dafür sind natürlich auch die schelmischen, manchmal kleinkarierten, immer aber sehr dominanten Sprechblasen-Texte. Sie stammen zum großen Teil von Autoren wie Larry Siegel, Stan Hart und Dick DeBartolo. Panini hat einige der schönsten Klassiker und auch eine Art Best-Of der letzten Jahre in einem hochwertigen und nicht ganz günstigen Sammelband vereint, der wenige Wünsche offen lässt. Gleichwohl ist er, anders als bei den Komplettbänden zu Prohias Strip „Spion & Spion“ und den Büchern zu Don Martin und Sergio Aragonés, natürlich nur eine Annäherung. Schließlich gab es im Laufe der inzwischen 65-jährigen Historie des Magazins weit mehr als 700 Film- und Serienparodien.


Der Autor dieser Zeilen ist mit dem deutschen „MAD“ groß geworden. Allerdings vor allem mit alten Ausgaben, die er in der Bibliothek sicher stellte und die durch zahlreiche Anspielungen auf (ältere) Filme und Fernsehproduktionen auch seine Allgemeinbildung förderten. Gute Erinnerung hat der AdZ auch noch an das seinerzeit bei RTL im Nachtprogramm ausgestrahlte, herrlich zotige „MAD“-TV. Begeistert ist er auch heute noch von den einfallsreichen US-Cover-Artworks von den 60ern bis zu den späten 80ern, den klugen Fold-ins von Al Jaffee und natürlich, wie eigentlich jeder „MAD“-Leser, von den Zeichnungen Don Martins.


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Panini


Mark Hollis von Talk Talk: Fragen zur Todesursache

Mark Hollis, Mastermind von Talk Talk, ist tot. Das melden britische Medien, die den Tweet eines seiner Familienmitglieder aufgriffen. Woran starb der 64-Jährige? Bislang sind noch keine Informationen zu den Todesursachen bekannt. Sobald es erste Nachrichten dazu gibt, lesen Sie sie hier. Ein Familienmitglied gibt die traurige Nachricht von Mark Hollis' Tod bekannt: https://twitter.com/globalhlthtwit/status/1100077058372366342?ref_src=twsrc%5Etfw%7Ctwcamp%5Etweetembed%7Ctwterm%5E1100077058372366342&ref_url=https%3A%2F%2Fwww.rollingstone.de%2Fwp-admin%2Fpost.php%3Fpost%3D1631457%26action%3Dedit Wie zurückgezogen Mark Hollis bis zu seinem Tod gelebt hat, dokumentiert auch ein Facebook-Post des ehemaligen Talk-Talk-Bassisten Rustin Man (bürgerlich Paul Webb). Der zeigt sich „schockiert“, auch, wenn er seit Jahren keinen Kontakt zu Freund gehabt habe: https://www.facebook.com/RustinManOfficial/photos/a.1569717989794496/1701452219954405/?type=3&__tn__=-R https://www.youtube.com/watch?v=yWQezjGjiqs
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