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Queen-Bassist John Deacon: Verschollenes Interview aufgetaucht – „Es war nicht leicht mit der Band“


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John Deacon war stets der Ruhige bei Queen, zumindest wirkte das nach außen so. Der Bassist wurde von der Band nicht nur aufgrund seiner erstklassigen Qualitäten am Bass ausgewählt (1972 trat Deacon als letzter der Band bei, die seit 1970 Queen hieß), sondern auch wegen seiner Persönlichkeit.

Das hatte Drummer Roger Taylor einst in einem Gespräch mit dem „Daily Express“ bestätigt. „Wir waren so überdreht, dass wir dachten, dass er schon deshalb zu uns passen würde, weil er so viel abgeklärter war“, erklärte er.

Queen 1976

John Deacon schweigt seit Jahren

Nach dem Tod von Freddie Mercury im Jahr 1991 zog sich Deacon zurück und trat nur noch dreimal mit Queen auf. Auch die Reunion der Band mit wechselnden Sängern und der Erfolg des mit mehreren Oscars gekrönten Biopics „Bohemian Rhapsody“ beobachtete er zurückgezogen und ohne öffentlichen Kommentar.

Queen auf Tour in Japan – und John Deacon geht seiner Wege

In einem nun wiederentdeckten Interview, das am Set des Musikvideos zu „These Are the Days Of Our Lives“ gedreht wurde, gab Deacon laut britischer Zeitung „Express“ damals selbst einen Einblick, wie die vier sehr unterschiedlichen Queen-Typen zusammenarbeiteten – oder eben auch nicht.

„Hinter den Kulissen kann ich genauso laut sein“

„Oft sind es Sänger und Gitarristen, die offener sind“, sagte der leise sprechende Musiker und bestätigte damit sicher ein Vorurteil. „Aber hinter den Kulissen kann ich genauso laut sein wie jeder andere. Ich denke, wir alle hatten im Laufe der Jahre unseren gerechten Anteil an all den Verrücktheiten.“

John Deacon beim legendären Live-Aid-Konzert von Queen 1985

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Er sprach auch über seine Erfahrungen mit Queen und gab zu, dass es auch schwierige Zeiten gab: „Ich kann nicht sagen, dass es einfach gewesen ist. Es war manchmal schwierig. Wir hatten gute und schlechte Zeiten, in denen wir uns zerstritten haben, und dann haben wir uns wieder versöhnt.

Der Dreh für das Video zu „These Are The Days Of Our Lives“ fand wenige Monate vor dem Tod Mercurys statt. Es ist für viele Fans so etwas wie der letzte Abschiedsgruß des Sängers geblieben.

Shinko Music Getty Images
Koh Hasebe/Shinko Music Getty Images
Pete Still Redferns

Freddie Mercurys erster Auftritt mit Queen war ein purer Schock

Über fünfzig Jahre sind vergangen, seitdem Freddie Mercury (damals noch unter seinem Geburtsnamen Bulsara) Brian Mays und Roger Taylors Band Smile beigetreten ist. Der Grundstein für Queen, die sich aus dem Projekt weiterentwickelten, war damit gelegt. „Wir steckten alle noch in unseren Kinderschuhen“ Roger Taylor hat nun Erinnerungen über diese gemeinsamen musikalischen Anfänge geteilt. An die Reaktionen des Publikums auf Freddie Mercury erinnert er sich so: „Die Leute konnten ihn nicht so recht einordnen. Er war noch nicht die ausgereifte Bühnenpersönlichkeit, als die man ihn später kennen sollte. Wir steckten alle noch in unseren Kinderschuhen.“ Der spätere Gitarrist Queens Brian…
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