„Er war ein Rassist“ – Quincy Jones hätte nicht mit Elvis Presley zusammengearbeitet


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Quincy Jones sagte, er hätte nicht mit Elvis Presley zusammengearbeitet, da Presley „ein Rassist war“. Auf die Frage, warum keine Zusammenarbeit entstanden war, führte Jones in einem Interview mit dem Hollywood-Reporter aus:

Ich schrieb für Tommy Dorsey, oh Gott, damals in den Fünfzigern war das. Und Elvis kam rein und Tommy sagte „Ich spiele nicht mit ihm“. Er war ein rassistischer … — jetzt halte ich aber meinen Mund. Aber jedes Mal, wenn ich Elvis sah, wurde er von Otis Blackwell gecoacht, der ihm beibrachte wie man singt.

Otis Blackwell, ein Songwriter und Pianist, der maßgeblich den Rock’n’Roll beeinflusste, gab wiederum in einem Interview mit David Letterman im Jahr 1987 an, dass Presley und er sich niemals begegnet seien. Sicher ist jedoch, dass Blackwell einige Songs für Elvis Presley schrieb, für die Presley als Co-Autor angegeben wurde, obwohl sie einzig aus Blackwells Feder stammten.

Quincy Jones wurde zudem im Interview nach seiner Meinung zu den Anti-Rassismus-Protesten und der „Black Lives Matter“-Bewegung gefragt, die besonders seit dem vorigen Sommer durch George Floyds Tod stärker wurden:

Das hat sich schon eine lange Zeit angebahnt. Die Leute haben ihren Kopf zwar gedreht, aber alles scheint mir noch beim Alten — Misogynie, Rassismus. Dir muss es beigebracht werden jemanden zu hassen. Das kommt nicht auf eine natürliche Art und Weise, das denke ich nicht. Du musst dafür trainiert werden. Es ist so eine schlechte Angewohnheit.