ROLLING STONE-Ausgabe 07/2019 MIT EXKLUSIVER PHIL COLLINS 7-INCH SINGLE
Highlight: Roy Orbison und bald Abba: Wie gut ist eigentlich ein Hologramm-Konzert?

Rami Malek: Erst emotionale Oscar-Rede, dann Sturz von der Bühne

Rami Malek hat tatsächlich den Oscar für seine Hauptrolle in „Bohemian Rhapsody“ bekommen! Was kurz nach Filmstart und denkbar miesen Kritiken noch fast wie ausgeschlossen schien, wurde in den letzten Wochen immer wahrscheinlicher. Sein Überraschungssieg bei den Golden Globes wurde hier zum ersten starken Vorzeichen.

In Los Angeles gab es am Sonntag (24. Februar)  bei der 91. Verleihung der Academy Awards insgesamt vier Goldjungen für das Queen-Biopic. Kein anderer Film sahnte am Abend (die Show lief in Deutschland in der Nacht von Sonntag zu Montag) mehr ab. Nach einer einführenden Showeinlage von Queen und Adam Lambert gab es zunächst drei Technik-Oscars, bevor Malek glückstrunken den Preis als „Bester Hauptdarsteller“ entgegennehmen konnte.

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Dank an Mama und Queen

Rami Malek stolz mit Oscar und mit wichtigen Worten fürs Publikum
Rami Malek stolz mit Oscar und mit wichtigen Worten fürs Publikum

Seine Freundin Lucy Boynton wollte ihn zunächst gar nicht auf die Bühne lassen, so sehr freute sie sich mit ihm. Dort angekommen gab es erst einmal ein Dank an Queen. Später verneigte er sich auch vor seiner Mutter, die mit im Publikum saß. In seiner Rede wurde der 37-Jährige aber auch durchaus ernst, sprach über all jene, die mit ihrer Identität hadern und gewann damit im Publikum wohl so ziemlich jeden Zuschauer:

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„Wir haben einen Film über einen homosexuellen Mann gedreht, einen Einwanderer, der sein Leben lang er selbst war, ohne sich dafür zu entschuldigen. Und die Tatsache, dass ich ihn und seine Geschichte heute mit Ihnen feiern kann, beweist, dass wir uns nach solchen Geschichten sehnen. (…) Ich bin der Sohn ägyptischer Einwanderer. Ich bin ein Amerikaner erster Generation. Ein Teil meiner Geschichte wird in diesem Moment geschrieben.“

Die Euphorie hätte Rami Malek an diesem Abend sogar fast zum Verhängnis werden können. Nach seiner Dankesrede wollte er gerade die Bühne verlassen, als er plötzlich ausrutschte und die Treppe hinunterfiel. Doch der Schauspieler ließ sich davon nicht beirren und lief lächelnd zurück an seinen Platz.

Handout A.M.P.A.S. via Getty Images
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Kritiker bezeichnet Queen als „Tribute Band“ - Brian May geht in die Luft

Brian May gilt nicht nur Freunden als einer der freundlichsten Zeitgenossen, die man sich vorstellen kann. Eigentlich bringt den Briten nichts so schnell aus der Ruhe. Es sei denn, seine Band Queen wird als „Tribute Band“ bezeichnet. So geschehen nach einem Konzert von Queen + Adam Lambert in San Jose am Sonntag (14. Juli). Unmittelbar nach dem Gig mit immerhin 30 Hits aus dem unverwüstlichen Katalog der Band setzte es einen derben Verriss in einem Stadtblättchen. Für Brian May scheint die Bezeichnung „Tribute Band“ für die Kombination mit neuem Sänger und ohne Bassist John Deacon aber eine Beleidigung zu viel…
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