Rammstein: Worum geht es bei den Gerüchten um den schwarzen Raum?

Ein weiblicher Rammstein-Fan berichtet anonym von einer Kammer, in die sie geführt worden sei. Hier soll Sänger Till Lindemann in der Pause vor der Zugabe oft oral befriedigt worden sein.

Rammstein und „Row Zero“ beschäftigen die Musik- und Kulturszene. Hat die bekannteste deutsche Band ein eigenes System, um junge Frauen für sexuelle Handlungen mit Till Lindemann zu rekrutieren? Das jedenfalls behaupten mehrere Frauen, die ihre angeblichen Erlebnisse in den sozialen Medien teilten oder mit Journalisten sprachen.

Nach ersten Erkenntnissen von Recherchen mehrere Medien gibt es eine Frau namens Alena Makeeva, die tatsächlich vor und während der Konzerte gezielt bestimmte Frauen anspreche, und ihnen einen Platz vor der Bühne und bei der Aftershow-Party verspreche. Was dann passiere, ist nun Teil einer Diskussion, bei der zur Zeit nahezu jeden Tag neue Details ans Licht kommen, zu Dingen, die dort stattgefunden haben sollen.

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Ein Rechercheverbund von „NDR“ und „Süddeutsche Zeitung“ lässt Fans zu Wort kommen, die von K.o.-Tropfen, sexueller Nötigung und auch Missbrauch sprechen. Die Band hat bereits reagiert und darum gebeten, Vorverurteilungen zu vermeiden. Im Zentrum vieler Schilderungen steht immer wieder, dass Lindemann Oralsex verlange, zum Teil für nur wenige Minuten in einer Pause der Gigs, wohl auch von mehreren Frauen gleichzeitig. Wie freiwillig all dies passiert, sofern es überhaupt passiert, ist völlig unklar. Bislang gibt anscheinend keine Anzeigen und Ermittlungen gegen den 60-Jährigen. Er selbst äußert sich nicht zu den Anschuldigungen.

Nun kam am Dienstag (06. Juni) ein weiterer Augenzeugenbericht einer jungen, anonym bleibenden Frau hinzu, die von einer dunklen Kammer unter der Bühne mit schwarzen Vorhängen berichtet. Der „Zeit“ bestätigte die Frau, dass sie sich dort während eines Konzerts im Jahr 2022 in Mexiko für „wenige Minuten“ mit Till Lindemann allein aufgehalten habe. Der Sänger habe ihr Komplimente für ihren Kleidungsstil gemacht, es sei zu einer kurzen Unterhaltung gekommen, auch zu einem Kuss. Dann soll der Sänger zurück auf die Bühne gegangen sein.

Zeigte Lindemann ein Video der Kammer unter der Bühne?

Ob diese angeblich existierende Kammer nur für den Zweck sexueller Aktivitäten gebaut worden sei, ist unklar. Ebenso, wer von der Rammstein-Crew von dieser Kammer, sofern es sie denn gibt, etwas habe wissen können – oder müssen. Die „Zeit“ verweist im Zusammenhang mit ihrer Recherche auf ein Video, das mehr Licht hinter die Abläufe im Raum unter der Bühne bringe. Es wurde demnach am Schluss einiger Solokonzerte von Till Lindemann im Jahr 2020 öffentlich gezeigt. Hier sei zu sehen, wie zwei Frauen Lindemann oral befriedigen – und zwar genau in dieser Kammer. Unklar bleibt, ob die offensichtlich pornografische Szene wirklich bei einem Auftritt Rammsteins unterhalb der Bühne aufgenommen wurde. Ob es sich um Frauen handelt, die dafür angeworben wurden, ist auch nicht belegt. Es könnte sich um professionelle Darstellerinnen handeln. Seit Jahren kokettiert der Sänger mit seiner Vorliebe für Gewalt-Pornos. Als Autor des Verlags Kiepenheuer & Witsch wurde es ihm nun sogar zum Verhängnis. Verwendete er doch einen seiner Lyrik-Bände in einem Hardcore-Clip für sexuelle Handlungen. Darüber hinaus klagte der Verlag über die heftige Feier von sexueller Gewalt gegen Frauen in dem Video.


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Rammstein treten nun in dieser Gemengelage für vier Abende in München auf. Grünen-Politiker haben bereits angekündigt, alles versuchen zu wollen, dass Safe Spaces für Frauen bei den Gigs eingerichtet werden und eine „Row Zero“ verboten wird. Ein Statement dazu von der Band gibt es bisher nicht.

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