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Stephen King: Die besten Bücher – Plätze 30-21

Stephen King – Das Ranking

30. Elevation (2018, deutsch: „Erhebung“) ★ ★ ★ 

Ein Mann verliert kontinuierlich an Gewicht, obwohl sich sein Körper nicht im Geringsten verändert. Er bleibt massig, aber die Waage zeigt immer weniger an. Scott Carey ist eigentlich ein typischer amerikanischer Weißer, der permanent Essen in sich hineinstopft und zu wenig Bewegung hat. Er weiß, dass am Ende dieses unerklärlichen Dahinschwindens nur sein Tod stehen kann.

Der Tod auf Raten gibt ihm Gelegenheit, noch ein paar Dinge geradezurücken. Mit etwas bösen Willen könnte man „Elevation“ als Wunschtraum eines Mannes in der Midlife-Crisis verstehen, der nur den richtigen Anlass braucht, um unter sanftem Druck zum „politisch korrekten Gutmenschen“ zu werden, wie es Scott von seiner Nachbarin Deidre vorgeworfen wird.

Castle Rock

Aber darum geht es hier nicht. Sondern um „Erhebung“, „Erhabenheit“ – vor allem „Erleuchtung“. King benennt ein Kapitel „Die unglaubliche Leichtigkeit des Seins“, frei nach Kunderas „unerträglicher Leichtigkeit“. Scott vereint seine Mitmenschen, er schafft Frieden zwischen den Bewohnern von Castle Rock und dem lesbischen Pärchen Deidre und Missy. Ja, es wird dieses lesbische Pärchen sein, das die verwunschene Stadt Castle Rock besiegt; Deidre nennt sie am Ende gar „die schönste Stadt von Neu-England“. Auch ein Triumph für King, der sich mit diesem fiktiven Örtchen immer so abgeplagt hatte.

Die Leichtigkeit, die Scott am Ende zum Schweben bringt und Richtung Sterne, ist seine Belohnung für ein gutes Leben. Dafür war es nie zu spät. Trump wird in der Novelle genannt, und die Homosexuellen-Feindlichkeit, die den zwei Frauen entgegenschlägt, ist der aufgeheizten Stimmung entnommen.

Der schwerelose Scott wird mit einem der schönsten Roman-Enden beschenkt, die King bis heute eingefallen sind. „Er erhob sich über den tödlichen Griff der Erde, das Gesicht zu den Sternen gewandt“ – er erhebt sich über sich selbst hinaus. Von oben betrachtet werden die Probleme unten natürlich ganz klein. An Scott ziehen die Orte seines Lebens vorbei. Dabei muss der persönliche Himmel nicht mal über uns sein. „Billionen Sterne oben, Billionen Steinchen unten. Oben ein Geheimnis, unten eines. Masse, Realität, alles war geheimnisvoll.“

29. Duma Key (2008, deutsch: „Wahn“) ★ ★ ★ 



Kritik: Stephen King – „The Outsider“

Follow @sassanniasseri Stephen King – Das Ranking Plätze 81-71 Plätze 70-61 Plätze 60-51 Plätze 50-41 Plätze 40-31 Plätze 30-21 Plätze 20-11 Plätze 10-01 61. „The Outsider“ („Der Outsider“, 2018)★★½ Dieser Roman mutet wie eine Lawine an, der Rutsch beginnt in der Mitte der Erzählung – und reißt dann alles in ein Loch. Nicht gut. Und dafür ist ausgerechnet Holly Gibney verantwortlich, die vielleicht beste Frauenfigur Stephen Kings, die beste unter den vielen sonst so schlechten Frauenfiguren Kings, die ja deshalb oft so unterentwickelt bleiben, weil sie ihre Entwicklung stets nur als Emanzipation von patriarchalischen Männern durchlaufen dürfen. Gibney aber ist…
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