Highlight: Stephen King: Die besten Bücher – Plätze 30-21

Stephen King: Die besten Bücher – Plätze 20-11

Stephen King – Das Ranking

20. Dolores Claiborne (1992, deutsch: „Dolores“) ★ ★ ★ 

Nach „Rage“ und „Misery“ der dritte Roman Stephen Kings, in dem Übersinnliches keine Rolle spielt – abgesehen von einer Vision Dolores Claibornes, in der sie während einer Sonnenfinsternis „das kleine Mädchen auf dem Schoß ihres Vaters“ sieht, ihre Leidensgenossin Jessie Mahout aus „Gerald’s Game“.

Im Jahr 1992 widmete King sich erstmals seit fast 20 Jahren, seit „Carrie“, mit Jessie und Dolores in zwei verschiedenen Büchern alleinigen weiblichen Protagonistinnen. Der neue Kurs kam bei Lesern gut an, beide Romane dominierten, der eine im August, der andere im Dezember, die Bestseller-Liste der „New York Times“; und das in deinem Jahr mit neuen Büchern von Michael Crichton, John Grisham sowie dem „Vom Winde verweht“-Nachfolger von Alexandra Ripley, „Scarlett“.

Das Buch trägt Dolores Mädchennamen, Claiborne. Selbst in der Ehe mit dem gewalttätigen Joe St. George bleibt sie eine Claiborne, keine St. George. Der Mann hat sie missbraucht, sie kehrt, zuerst innerlich, dann schafft sie Tatsachen, in ihr Leben ohne den Aggressor zurück.

Wer anderen eine Grube gräbt

Auf der Polizeiwache erzählt Dolores – im Buch als Monolog ohne Kapitel-Unterteilungen, selten bei King – von ihrem Leben. Die mittlerweile 65-Jährige Haushälterin wird verhört, weil sie verdächtigt wird ihre Arbeitgeberin getötet zu haben, die reiche Vera Donovan. Deren Tod hat sie nicht verschuldet. Wohl aber den ihres Mannes Joe. Sie nutzt das Verhör zur Beichte.

„Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein“, vor dieser Konsequenz wird sie bewahrt. Dolores‘ Plan geht auf, der Trunkenbold fällt durch den Bretterbeschlag in den Brunnenschacht, versucht sich zwar hochzukämpfen, aber der Schädelbruch durch den Sturz macht ihm den Garaus.

„Dieser Mistkerl gab einfach nie auf“, gibt Dolores vor der Polizei zu Protokoll. „Wenn er so gelebt hätte, wie er gestorben ist, dann hätte es zwischen uns beiden vermutlich nie Probleme gegeben“. Damit bringt sie die Jämmerlichkeit solcher Eheleute auf den Punkt, die schon früh jeden Respekt vor ihrer Partnerin ablegen.



Die besten Songs aller Zeiten: The Beach Boys – „Good Vibrations“

„Es machte mir Angst, dieses Wort vibrations“, sagte Brian Wilson einmal. Die Mutter hatte Klein-Brian erklärt, wieso Hunde manche Leute anbellen und andere nicht. „Hunde spüren die Schwingungen, die man nicht sehen oder hören kann. Und zwischen Menschen passiert das genauso.“ „Good Vibrations“, Wilsons krönendes Werk als Songwriter und Produzent, machte sich diese Energie zunutze – und verwandelte sie in ewigen Sonnenschein. „Es ist ein spiritueller Song“, sagte er nach der Veröffentlichung, „und er soll good vibrations aussenden.“ Allerdings hatte der damals 24-Jährige auch egoistischere Motive: „Ich sagte mir: ,Der Song wird besser werden als ,You've Lost That Lovin' Feeling‘.“…
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