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Die Streifenpolizei - der Podcast für Film & Serien vom Rolling Stone & Musikexpress
Highlight: Todestag von Heath Ledger: Für „The Dark Knight“ schrieb er ein Joker-Tagebuch

„The Dark Knight“-Trick hätte Stuntman fast das Leben gekostet

„The Dark Knight“ gehört ganz sicher zu den eindrucksvollsten Arbeiten Christopher Nolans. Hatte der Regisseur mit „Batman Begins“ noch geübt, wie man aus einer Comicvorlage einen knallharten Terror-Thriller mit hyperrealistischen Bildern machen kann, wurde „The Dark Knight“ zum Paradebeispiel dafür, dass dem britischen Perfektionisten hinter der Kamera tatsächlich eine neue Interpretation selbst der komplexesten und ikonischsten Figuren aus dem Fledermaus-Universum gelingen konnte.

Vor allem die Szenen mit dem von Heath Ledger gespielten Joker haben Kinogeschichte geschrieben (und wurden mit einem postumen Oscar für den nach den Dreharbeiten verstorbenen Ledger belohnt). Darunter auch jene mit einem ziemlich düsteren Zaubertrick. In der betreffenden Sequenz lässt der Joker einen Bleistift „verschwinden“, indem er einen Bleistift auf einem Tisch unterbringt und dann das Gesicht eines Stuntman auf den Tisch schlägt.

„Batman“ – die komplette Serie

Anstatt dafür einen computeranimiertes Opfer zu verwenden, bestand Christopher Nolan darauf, dass der eingeplante Schauspieler am Set die Schmerzen aushalten muss, um sie möglichst realistisch darzustellen.

Kooperation

„The Dark Knight“: Stuntman wurde ohnmächtig

Zum 10-jährigen Jubiläum des Films erklärte Stuntman Charles Jarman nun gegenüber „Movieweb“, dass die Aktion für ihn ziemlich bedrohlich war: „Ich erinnere mich, dass Christopher Nolan zu mir sagte: ‚Schau, wir werden ein paar Aufnahmen machen, wo du in der Lage sein musst, den Bleistift wegzunehmen‘. Wir machten ein paar Proben mit halber Geschwindigkeit, nur um die Handbewegung meiner rechten Hand proben und den Bleistift zu nehmen, während mein Körper nach unten ging und mein Kopf auf die leere Oberfläche auftraf. Es war etwas kompliziert, weil der Bleistift im Tisch stecken geblieben ist.“

Jarman ist sich ganz sicher, dass die Probe lebensgefährlich war: „Wenn ich aus irgendeinem Grund nicht rechtzeitig meine Hand im Griff gehabt hätte, würden wir dieses Gespräch nicht führen. Na ja, vielleicht doch durch ein Ouija-Board.“

Die Szene war erst nach zwei Tagen mit verschiedenen Tischen und nach 22 Takes im Kasten. Stuntman Jarman wurde dabei sogar einmal bewusstlos.


Todestag von Heath Ledger: Für „The Dark Knight“ schrieb er ein Joker-Tagebuch

„Method acting“ bedeutet, sich vollkommen in Rollen zu versetzen, bewusst und unterbewusst. Auch Heath Ledger benutzte diese berüchtigte  Schauspielermethode, um sich auf seine Filmdarstellungen vorzubereiten. Er starb am 22. Januar 2008 – sein später mit einem Oscar gekrönte Part als Joker in „The Dark Knight“ war gerade abgeschlossen – an einer wohl versehentlichen Überdosis Schlaftabletten. Um sich in den Joker einzuarbeiten, schloss sich der 28-Jährige einen Monat lang in ein Hotelzimmer ein und benutzte ein Tagebuch, um sich Notizen zu seiner Rolle als psychopathischer Schwerverbrecher und Gegenspieler Batmans zu machen. Ausschnitte aus diesem Tagebuch kann man in der Doku „Too…
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