Xavier Naidoo verliert vor Gericht – und muss zahlen


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„Es sind seine Straßen, von jeher“, sang Xavier Naidoo vor vielen Jahren, als er noch mehr mit Musik als mit kruden Verschwörungstheorien von sich reden machte. Nun  muss Naidoo wegen einem Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung ein Bußgeld in, nun ja, immerhin zweistelliger Höhe zahlen. Dabei handelt es sich um ein Delikt aus dem Jahr 2017: Damals wurde der Musiker und bekennende Rassist nach einem Konzert in Dresden bei einer Geschwindigkeitsübertretung geblitzt und später zu einer Geldstrafe verurteilt. Der ehemalige Sohn Mannheims war damals 73 statt den erlaubten 50 km/h gefahren. Er weigerte sich zunächst jedoch, das verhängte Bußgeld zu zahlen – und legte Einspruch gegen das Urteil ein. 

Gericht entscheidet: Naidoo muss zahlen

Nun wies das Oberlandesgericht Dresden Naidoos Einspruch ab – das berichtet die „Sächsische Zeitung“. Damit ist der Urteilsspruch aus dem Jahr 2019 gültig – und Naidoo muss nicht nur die 80 Euro Strafe, sondern auch die Verfahrenskosten zahlen. Das Urteil ist laut einer Justizsprecherin rechtskräftig, der Musiker kann das Urteil somit nicht mehr anfechten.

Naidoo zunächst nicht erreichbar

Auch vor Naidoos Einspruch gestaltete sich das Prozedere bereits  kompliziert: Zunächst konnte der Bußgeldbescheid gar nicht zugestellt werden. Deshalb wurde dieser im Dresdener Rathaus öffentlich ausgehangen – kurz vor Ablauf der Frist legte Naidoo Einspruch ein. Naidoo hat sich zu dem Urteil bislang nicht geäußert – seiner Telegram-Seite nach zu urteilen ist er dafür zu sehr mit dem Themenkomplex der „BRD GmbH“ und der von der „Weltelite herbeigeführte Impfpflicht zur Dezimierung der Weltbevölkerung“ beschäftigt.

Immer wieder krude Theorien

Naidoo verbreitete in den letzten Monaten regelmäßig abstruse Verschwörungstheorien. Zuletzt hatte der Musiker behauptet, die Antifa – einer seiner Lieblingsfeinde – sei vom Vatikan gegründet worden, um die Einheit Deutschlands zu bedrohen. Des Weiteren ist er der Überzeugung, dass der Klimawandel eine Lüge, Corona ein Vorwand und Attila Hildmann ein Kämpfer für die Wahrheit ist.