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Sexueller Missbrauch: Björk erhebt schwere Vorwürfe gegen Regisseur Lars von Trier

In einem Beitrag auf Facebook hat sich Musikerin Björk am Sonntag (15. Oktober) an die Öffentlichkeit gerichtet und so ihre Gedanken zu den Vorwürfen gegen Produzent Harvey Weinstein übermittelt. Darin reflektiert sie auch über ihre eigenen Erfahrungen im Film-Business. Björk hatte im Jahr 2000 die Hauptrolle in Lars von Triers „Dancer In The Dark“ gespielt. Ein Film, der von weiblicher Erniedrigung handelt – und für die Sängerin nach eigenen Angaben eine einzige Tortur war.

Wie Björk nun öffentlich machte, erlitt sie dabei Übergriffe „eines dänischen Regisseurs“, dessen Name sie allerdings nicht nennt. Allerdings bleibt bei der Schilderung auch nicht viel Spielraum, um wen es sich handeln könnte. Die Situation habe sie damals schwer belastet und sie musste sich, wie Björk schreibt, auch erst einmal von den Dreharbeiten erholen. In ihrem Tweet lobte sie die Frauen, die sich nun im Missbrauchsskandal um Harvey Weinstein mutig zu Wort meldeten.

Ausgenutzt und erniedrigt

Björk:  „Ich komme aus einem Land, das weltweit führend ist, was die Gleichheit der Geschlechter angeht. Ich kam als gestandene Persönlichkeit aus dem Musikbusiness, mit einer Unabhängigkeit, die ich mir hart erarbeitet hatte. Als ich  Schauspielerin wurde, wurde mir sofort klar, dass meine Erniedrigung und die Rolle als unbedeutendes und sexuell schikanierbares Wesen die Norm war und durch einen Regisseur und ein Team aus Dutzenden, die das ermöglicht und ermutigt haben, auch ausgenutzt wurde.“

Björk deutet an, dass sie ausgenutzt wurde
Björk deutet an, dass sie ausgenutzt wurde

Doch die isländische Künstlerin, die 2015 ihre letzte Platte „Vulnicura“ herausbrachte, versuchte sich dagegen zu wehren: „Als ich den Regisseur mehrfach zurückwies, schmollte er und bestrafte mich dann, indem er mich für das Team mit ein paar Tricks als ,die Schwierige’ dastehen ließ. Weil ich sehr stark war, ein großartiges Teams an meiner Seite undnichts zu verlieren hatte ohne Ambitionen in der Schauspielerei, konnte ich loslassen und mich innerhalb eines Jahres davon erholen.“

„There is a wave of change in the world!”

Mit ihrem ausführlichen Statement verbindet Björk auch die Hoffnung, andere Frauen zu ermutigen, ihre persönliche Geschichte zu erzählen, damit im Film-Business in Zukunft Männer ihre Macht nicht mehr dazu ausnutzen können, wehrlose Frauen sexuell zu missbrauchen. „There is a wave of change in the world!”

Santiago Felipe Getty Images
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