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Darum sind 3 Doors Down für Donald Trump aufgetreten


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Die wenigen Musiker, die sich damit einverstanden erklärten, für den zukünftigen US-Präsidenten Donald Trump aufzutreten,  mussten damit rechnen, Kritik und heftigen Gegenwind einzustecken – weshalb auch eine Vielzahl der Künstler, die zunächst eingewilligt hatten, ihre Zusage anschließend wieder zurückzog.

Nicht so die US-Rockband 3 Doors Down: Sie zogen ihren Auftritt beim „Make America Great Again! Welcome Celebration“-Abend am Donnerstag durch, auch wenn sie dafür von Fans und Kritikern gleichermaßen einen Shitstorm einfuhren.

Nun hat der Manager der dreiköpfigen Band, Angus Vail, im Gespräch mit „Vice“ erklärt, was die Rocker zu ihrem Auftritt bewegt hat und warum sie ihn nicht, wie die meisten anderen, kurzfristig wieder absagten.

Brad Arnold, 3 Doors Down

Vails Strategie lautet: „Es gibt keine schlechte Publicity“, für ihn bedeutet jeder Auftritt in der Öffentlichkeit etwas Positives, denn: Man steht ja in der Öffentlichkeit. Er findet, dass es relativ egal sei, aus welchem politischen Lager die eigenen Fans kämen:

„Wenn man mal an den Punkt kommt, an dem man seit 16 Jahren im Rock-Business lebt und dann eine Handvoll Menschen dir auf Twitter ans Bein pinkeln wollen, denkt man sich:

„Okay, das ist gut für uns“. Je mehr liberal eingestellten Leuten der Hut hochgeht wegen deines Verhaltens, umso mehr wirst du eben von einer Menge Konservativen geschätzt. Aber sitzen die Jungs jetzt rum und heulen nachts in ihr Kissen? Ganz sicher nicht.“

„3 Doors Down spielen für die Truppen“

„3 Doors Down traten bereits bei George W. Bushs Amtseinführung auf. Sie sind echte Mississippi- und Alabama-Jungs und kommen aus konservativen Familien und haben ziemlich eigene politische Vorstellungen. Wahrscheinlich wurden sie von den Konservativen in Augenschein genommen, weil sie eben bei beiden Bush-Inaugurationen gespielt haben.“

Mit Blick auf die Worte ihres Managers passen die „Jungs“ recht gut zu Trump: „3 Doors Down haben diese ‘Gott, Waffen und ländliches Schwarz-Weiß-Denken‘-Einstellung und verbringen eine Menge ihrer Zeit damit, in den Irak zu reisen, um dort zum Beispiel für die Truppen zu spielen. Sie glauben daran und das ist eben die Art, wie sie Amerika sehen – es ist wahnsinnig schwierig, mit ihnen darüber zu diskutieren. Wenn man sie nach Abstufungen, nach Grauzonen fragt, dann antworten sie sinngemäß: ‘Nein, Nein. Gott, Waffen, Amerika ist das allertollste Land der Welt.‘ Sie bleiben felsenfest bei ihrer Meinung.“

Manager Angus Vail war übrigens Obama-Unterstützer: „Unsere politischen Einstellungen stimmen zwar nicht überein, aber ich verstehe mich gut mit den Jungs. Wenn ich zu ihnen fahre, dann haben wir immer eine Menge Spaß.“

https://www.rollingstone.de/amtseinfuehrung-des-us-praesidenten-trumps-rache-an-obama-1184749/

 

Frank Hoensch Redferns

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