Im Video: So war die erste Magic-Mushroom-Erfahrung von U2-Gitarrist The Edge


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Da hat U2-Frontmann Bono seine Schäfchen wohl etwas zu brav eingeschätzt: Während eines Interviews für Apples Radiosender „Beats 1“ mit Moderator Zane Lowe sprach die Band über ihr fünftes Studioalbum „The Joshua Tree“, das in diesem Jahr seinen 30. Geburtstag feiert. Die damalige Zeit resümierte der Sänger als „high times“, obgleich natürlich „keine Drogen im Spiel gewesen“ seien – seine Bandkollegen legten hier allerdings ihren Widerspruch ein und erinnerten Bono an die magischen Zeiten, die ihnen durch Magic Mushrooms beschert wurden.

„Ich habe die Menge verdoppelt, dann verdreifacht“

Zwar seien die Songs auf „The Joshua Tree“ nicht von Drogen inspiriert oder beeinflusst worden, erzählte Gitarrist The Edge, aber: „Kurze Zeit nach den Aufnahmen hatte ich einen wahnsinnigen Moment auf Pilzen, es war so eine Art metaphysisches Experiment, verstehst Du? Das war total spirituell.“ Sein „Experiment“ führte der Musiker auf einer Party im Haus des U2-Bassisten Adam Clayton durch: „Ich hatte das zuvor noch nie gemacht und wollte es einfach ausprobieren. Ich nahm ein paar, habe 40 Minuten gewartet, aber nichts passierte. Also habe ich die Menge verdoppelt, dann verdreifacht. Anschließend ging ich einfach ins Bett.“

Die Geheimnisse des Universums

„Ich liege also inmitten eines dunklen Raumes und sehe mir das Feuerwerk an, dass da gerade in meiner Vorstellung zündet – und plötzlich habe ich angefangen, die Geheimnisse des Universums zu verstehen! Ich hatte diesen Moment der Erkenntnis und dachte nur: ‚Daran werde ich morgen nie und nimmer erinnern, ich muss das aufnehmen!‘ Deshalb bin ich dann circa 25 Minuten lang über den Boden gekrabbelt, um meinen aufnahmefähigen Walkman zu holen. Ich legte mich wieder auf’s Bett, drückte auf ‚play‘ und dieses rote Lämpchen ging an … Ich habe dann weitere 25 Minuten damit verbracht, auf dieses Lämpchen zu starren.“

Moment der Wahrheit

„Ich habe eine ganze Kassette mit all den Geheimnissen des Universums besprochen, hatte dies aber bis zum nächsten Abend schon wieder vergessen, bis es mir siedend heiß wieder einfiel: ‚Oh mein Gott, ich muss mir das anhören!‘ Als ich aufstand, war der Aufnahme-Knopf nach wie vor gedrückt und die Batterien waren natürlich leer. Deshalb tauschte ich sie aus, drehte die Kassette um und drückte auf ‚play‘.“

The Edge als neuer Messias?

Wäre dies hier ein Spielfilm, der im Fernsehen gezeigt werden würde, so würde an dieser spannenden Stelle höchstwahrscheinlich erst einmal ein Werbeblock eingeschoben – angesichts des Nervenkitzels wohl verständlich: Was hat The Edge herausgefunden? Wie sehen die großen Geheimnisse des Universums aus? Und: Jetzt, wo The Edge sie weiß – wird er nun zu einer Art Jesus, der umherpilgert und Jünger um sich schart?

Erfolgreich? Nicht wirklich…

„Alles, was auf dem Band zu hören war, war eine dumpfe Stimme, weil ich die ganze Zeit in das Batteriefach hineingesprochen hatte. Nicht ein einziges hörbares Wort! Das ist wirklich hart, wenn man so nah an der Enthüllung dran war…“. Eine wahnsinnige Erfahrung mit einem wenig zufriedenstellenden Ausgang …

 


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