Toggle menu

Rolling Stone

Back to top Share
Artikel teilen
  • Facebook
  • Twitter
  • Google+
  • Whatsapp
  • Email
Search

Jimi Hendrix, der beste Gitarrist aller Zeiten, wird geboren

Kommentieren
0
E-Mail

Jimi Hendrix, der beste Gitarrist aller Zeiten, wird geboren

Facebook Twitter Google+ Whatsapp Email Kommentare
von

>>> Galerie: Musiker, die ihren Tod vorausahnten.

Jimi Hendrix – Winterland

Von dem guten Dutzend Konzertmitschnitten, die Janie Hendrix auf der offizielle Website zum Download anbietet, genießt allenfalls der von Berkeley einen ähnlich legendären Ruf wie der von Rykodisc 1987 vorgelegte Verschnitt der sechs Auftritte vom Oktober 1968 im Winterland in San Francisco. Ansonsten lagen die allermeisten der von Hendrix-Fans gesuchten Mitschnitte – die von Monterey und Woodstock ausgenommen – nur auf Bootlegs vor. Dass Fans sich irgendwann lieber auf das Sammeln von besseren und richtig hochkarätigen Studio-Outtakes konzentrierten, ist dabei nur zu verständlich, zeichneten sich die Live-Aufnahmen der Jimi Hendrix Experience doch durch betrübliche Lo-Fi-Qualität aus. Das zumindest wollte man mit diesem Box-Set dann doch ein wenig korrigieren. Von jedem der drei Abende findet man ein komplettes Konzert, auf der Bonus-CD eine kleine Best-Of-Auswahl aus den restlichen.

Den Cream-Klassiker “Sunshine of Your Love” hatte Hendrix damals noch mit der einschränkenden Vorbemerkung “…not that we think that we can play it better than them …” angekündigt. Was man auch amüsiert registrieren kann, denn mittlerweile wurde das letztes Jahr als Studio-Outtake in der schier brillant musizierten Version vom Februar 1969 auf “Valleys Of Neptune” nachgereicht, bei der Hendrix & Co. das Original der Kollegen höchst virtuos förmlich deklassierten. Er wollte sich offenbar doch mal beweisen, dass er das besser “kann”.

Rätselhaft bleibt nach wie vor, wieso Hendrix – im Studio ein ständig mit neuen Ideen experimentierender Workaholic – bei diesem Prestige-Gastspiel und der ganzen Tournee “Voodoo Child (Slight Return)” als einzigen Song vom brandneuen Album “Electric Ladyland” spielte. Eine unwesentlich abweichende Setlist musizierte er sogar noch bei den San-Diego- und Atlanta-Mitschnitten von 1969/70. Neben den Evergreens der frühen Jahre von “Foxy Lady” und “Hey Joe” bis “Purple Haze” und “Wild Thing” fiel das dezent jazzige “Tax Free” ein wenig aus dem Rahmen, weil auf höhere Ambitionen im Schaffen der letzten Jahre vorausweisend.

Das Ergebnis dieser Politik war immerhin, dass er Songs wie “Red House” in nie mehr übertroffenen Interpretationen spielte. An diese Form sollte er etwa beim Auftritt in Woodstock mit der superben Deutung von “Villanova Junction” anknüpfen. Evergreens wie “Wild Thing” zelebrierte er fast schon mit altmeisterlicher Gelassenheit. Showbusiness war zwischendurch angesagt, nämlich beim “Dueling basses”-Intermezzo von Noel Redding und Jack Casady bei der epischen Version von Howlin’ Wolfs “Killing Floor”.

Auf der für “Hendrix In The West” (jetzt in einer “Expanded Edition, ****) getroffenen Auswahl – übrigens nicht identisch mit der auf der LP von 1972 – findet man in der Mehrzahl die Mitschnitte der San-Diego- und Berkeley-Auftritte vom Mai 1969 bzw. 1970, Höhepunkte darunter “Red House” und “Little Wing”. Und als Delikatesse gibt es eine rare Aufnahme von “Blue Suede Shoes”.

Kommentieren
0
E-Mail

Nächster Artikel

Vorheriger Artikel
Kommentar schreiben