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10 Dinge, die Sie über Kurt Cobain garantiert noch nicht wussten

Kurt Cobain zählte zu den größten Rockstars des 20. Jahrhunderts und ist die Personifizierung der Grunge-Bewegung zu Beginn der 1990er-Jahre. Wir können nur vermuten, welche Songs die Welt noch von ihm hätte hören können, doch leider wurde auch Kurt Cobain Mitglied des Club 27: Sowohl Cobain als auch weitere Musiker wie Jimi Hendrix, Jim Morrison oder Amy Winehouse verstarben allesamt im Alter von 27 Jahren. Die folgenden Fakten sind Aspekte seines viel zu kurzen Lebens, die oft übersehen werden.

1. Suizid in der Cobain-Familie

Bis heute ranken sich Verschwörungstheorien um den Tod von Kurt Cobain. Anhänger dieser Geschichten behaupten etwa, dass Courtney Love einen Auftragskiller engagierte, um ihren Ehemann umbringen zu lassen, nachdem dieser die Scheidung einreichen wollte. Auch abstruse Varianten kursieren, in denen Cobain seinen Selbstmord am 5. April 1994 nur vorgetäuscht hat, und im Anschluss nach Peru auswanderte.

Fakt ist allerdings, dass sich zwei seiner Onkel das Leben nahmen. Beide mittels einer Schrotflinte. Kurt Cobain war demnach seit seiner Kindheit mit derlei Tragödien konfrontiert. Unvermeidbar war dies auch für seine Tochter Frances Bean Cobain, die allerdings ihre eigene Version entwickelte, um mit dem frühen Tod ihres Vaters umzugehen. Zu ihrem 16. Geburtstag feierte sie eine Suizid-Mottoparty.

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2. Konzert nach Überdosis

Im Juli 1993 traten Nirvana im Rahmen des New Music Seminar in New York City auf. Was vielen Konzertbesuchern nicht bewusst war: Kurt Cobain wurde am selben Tag bewusstlos auf einer Toilette gefunden, nachdem er eine Überdosis Heroin genommen hatte und von Courtney Love gerettet werden musste, die einen Notruf tätigte.

Hier kursieren Gerüchte um einen vorausgegangenen Streit mit Courtney Love in enormer Intensität. Dem MTV-Beitrag zufolge teilten sich die Meinungen der Fans über die Performance der Band nach dem Auftritt. Einigen gefiel die Richtung des neuen Materials, das im September desselben Jahres auf dem dritten Nirvana-Album „In Utero“ erschien. Andere wiederum stellten infrage, ob Kurt Cobain, Krist Novoselic und Dave Grohl überhaupt wussten, in welcher Tonart die Songs seien, die sie zuvor gespielt hatten.

3. Der imaginäre Freund

Kurt Cobain adressierte seinen Abschiedsbrief an Boddah, seinen imaginären Freund aus Kindheitstagen. Je nach Blickwinkel wird Boddah auf Basis von Cobains eigenen Beschreibungen auch die Funktion des bösen Alter-Egos zugeschrieben. Als Heranwachsender wurde er einmal beschuldigt, eine Katze gequält zu haben, worauf er Boddah die Schuld dafür zuwies.

In besagtem Abschiedsbrief heißt unter anderem: „Speaking from the tongue of an experienced simpleton who obviously would rather be an emasculated, infantile complainee, this note should be pretty easy to understand.“

Zu Deutsch: „Wenn man mit der Zunge eines erfahrenen Dummkopfes spricht, der offensichtlich lieber ein entmannter, infantiler Beschwerdeführer wäre, sollte dieser Brief ziemlich leicht zu verstehen sein.“

4. Ein trauriges Wiedersehen

Einer der ersten Nirvana-Shows überhaupt wurde von Nikolas Hartshorne organisiert. In den späten 80ern ahnte noch niemand, welche Band in der Central Tavern in Seattle auftreten sollte. Auch die professionelle Karriere Hartshornes stand damals noch unter einem anderen Stern, denn nach seiner Laufbahn als Konzertveranstalter für Punk-Bands im US-Bundesstaat Washington warf er sich den Kittel des Gerichtsmediziners über.

Eben dieser, sodann Doktor, Nikolas Hartshorne war der ausübende Gerichtsmediziner, der die Autopsie von Kurt Cobain durchführte. Die bereits erwähnten Verschwörungstheoretiker sehen dies als Teil des Komplotts und glauben nicht, dass es dabei mit dem Zufall zuging. Ihm wurde eine Freundschaft zu Courtney Love nachgesagt, bevor er 2002 bei einem Fallschirmsprung ebenfalls ums Leben kam.

5. Das 4. Album

R.E.M. sind leider doch nicht wieder da
Michael Stipe von R.E.M.

Im Zuge des äußerst erfolgreichen MTV-Unplugged-Albums sagte Kurt Cobain, dass das nächste Nirvana-Werk mehr akustische Einflüsse haben würde. Nach der Entdeckung von Lead Belly – dessen Song „Where Did You Sleep Last Night“ auf der Unplugged-Platte gecovert wurde – hatte er mit R.E.M.-Frontmann Michael Stipe darüber gesprochen, sich vom Grunge zu lösen. Stipe berichtete später:

„Es sollte sehr ruhig und akustisch werden, mit vielen Streichinstrumenten. Es sollte eine hervorragende verfickte Platte werden, und ich bin ein wenig wütend auf ihn, weil er sich umgebracht hat. Er und ich wollten einen Probelauf des Albums aufnehmen, ein Demo-Tape. Es war alles vorbereitet. Er hatte ein Flugticket. Er ließ sich von einem Auto abholen. Und in letzter Minute rief er an und sagte: ‚Ich kann nicht kommen.’“

6. MTV Unplugged vor dem Scheitern

Dabei wäre es beinahe nie zum berühmten MTV-Unplugged-Konzert gekommen. Zunächst war Cobain mit der Art und Weise unzufrieden, wie Dave Grohl in der deutlich zurückgenommenen Nirvana-Version Schlagzeug spielte. Grohl ist als extrem energetischer Drummer bekannt, der sich seit frühen Erfahrungen als Schlagzeuger in Punk-Bands wie Scream vollends verausgabt, wenn er sich an das Instrument setzt. Kurt Cobain befürchtete jedoch, dass Grohls Energie für die ruhigen Akustik-Versionen der Nirvana-Songs zu viel sein würde. Zu laut, zu unpassend. Die Diskussionen darum führten zu internen Spannungen zwischen den beiden Musikern, die den Haussegen der Band gehörig schief hängen ließ.

Doch Dave Grohl war nicht der Einzige, dem das geplante Konzert Kopfschmerzen bereitete. Auch die Verantwortlichen bei MTV waren wenig begeistert als sie hörten, dass „Smells Like Teen Spirit“ nicht auf der Setlist stehen würde. Darüber hinaus waren die angekündigten Gäste keineswegs von jenem Rang, die sich die Macher der Show wünschten. Sie erwarteten weitere Größen aus dem Grunge-Umfeld – Eddie Vedder oder Tori Amos. Nirvana kamen jedoch mit den Meat Puppets um die Ecke.

Kurt Cobain bei seinem MTV-Unplugged-Auftritt mit Nirvana
Kurt Cobain beim MTV-Unplugged-Auftritt von Nirvana.

7. Michael Stipe und R.E.M

Dass Michael Stipe als einer der ersten in die Pläne für ein viertes Nirvana-Album eingeweiht wurde, war keineswegs Zufall. Kurt Cobain war großer Fan von R.E.M.. So sehr sogar, dass er Gerüchten zufolge das Album „Automatic For The People“ in Dauerschleife hörte, bevor er sich das Leben nahm.

Damit aber nicht genug. Die Songs „Heart Shaped Box“ und „All Apologies“ vom Album „In Utero“ wurden von R.E.M.-Produzenten Scott Litt neu gemischt, nachdem Cobain zunächst seinen Unmut über den Sound der Lieder bekundete. Zu guter Letzt machte er Michael Stipe zum Patenonkel seiner Tochter Frances Bean Cobain.

8. Von der Schule zur Navy

Cobain war ein schlechter Schüler, der von Hyperaktivität geplagt wurde und daher Ritalin verschrieben bekam. Um ihn davon zu überzeugen, sein Leben in den Griff zu bekommen, schickte ihn sein Vater Donald zum nächsten Rekrutierungsbüro der US-Navy. Cobain beendete den Rekrutierungsprozess 1984, aber kurz vor Abschluss des Rekrutierungsprozesses entschied sich Kurt Cobain dafür, stoned zu werden und sich der Sache zu entziehen.

9. Der Streichelzoo

Bruce Pavitt war der Gründer von Sub Pop, dem ersten Plattenlabel von Nirvana. Er erinnerte sich an eine Diskussion mit Kurt Cobain, nachdem Nirvana in der Fernsehsendung Saturday Night Live aufgetreten waren. Mit viel Energie und der Erkenntnis, dass alles möglich ist, brachte Cobain zur Sprache, dass er vielleicht einen Streichelzoo gründen würde. Wie ernst er dieses Vorhaben meinte, bleibt bis heute unklar, doch seine ausgeprägte Tierliebe lässt die Idee plausibel erscheinen.

10. Der Geruch des Rock ’n‘ Roll

Nach einer langen Partynacht feierten Cobain und viele seiner Freunde weiter, bis Kathleen Hanna, die Sängerin der Band Bikini Kill, damit begann, die Wände seines Hauses zu besprühen. Unter den Schmierereien befand sich der Satz „KURT SMELLS LIKE TEEN SPIRIT“. Teen Spirit war die Deo-Marke Cobains damaliger Freundin Tobi Vail.

Offensichtlich blieb dieser Satz bei Cobain hängen. Auch in Anbetracht weiterer Nirvana-Songtitel passt der eher albern anmutende Name ins Muster. Humor und Provokation liegen oft nah beieinander. Dass sie einem der größten Hits der Rockmusik überhaupt seinen Namen verlieh, konnte Kathleen Hanna zu diesem Zeitpunkt noch nicht wissen.

Rick Diamond
Frank Micelotta Archive Hulton Archive

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